Archiv der Kategorie: Aktivitäten 2014

Alle Aktivitäten aus dem Jahr 2014

Sternsingeraktion 2014

“Segen bringen, Segen sein” Sternsingeraktion in Dieblich

Gemeinsame Sternsingeraktion der Dieblicher Pfadfinder und Kindern der Grundschule am 12. Januar 2014.

Als Könige Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet sind Jahr für Jahr über eine halbe Million Kinder und Jugendliche mit viel Ausdauer unterwegs und tragen den Segen in die Häuser der Gemeinden – so auch in Dieblich.P1070608 - Kopie

Nach einer gemeinsamen Aussendungsfeier in der Kirche St. Johannes Ap., Dieblich machten sich die Sternsingerinnen und Sternsinger in insgesamt 11 Gruppen auf den Weg, um Spenden für Hilfsprojekte in der ganzen Welt zu sammeln.

Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein. Hoffnung für Flüchtlingskinder in Malawi und weltweit!“ hat die Sternsingeraktion, die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder, in diesem Jahr besonders alle Kinder ins Zentrum gestellt, die ihre Heimat verlassen mussten. Unzählige Kinder weltweit leben als Flüchtlinge in Lagern und müssen sich in der Fremde zurechtfinden.

Der Erlös der Sternsingeraktion, die traditionell auch 2014 von den Dieblicher Pfadfindern und Kindern der Grundschule durchgeführt wurde, beträgt 3.052,00 Euro.

Ein besonderer Dank an alle, die sich für die Aktion zur Verfügung gestellt und zum Gelingen beigetragen haben, besonders an das Vorbereitungsteam um Frederieke Reinders, Kathi Schmitz und Lisa-Marie Hörter sowie auch ganz besonders der „Rovergruppe“.

Bericht von Rainer Heinz

Sippenwinterlager in Weibern

Pfadfinder retten die Galaktischen Spiele vor Darth Vader

(Sippenwinterlager 7. bis 9. Februar 2014 in Weibern)

Nach dem erfolgreichen Sternsingen im Januar wurde es Zeit für die zweite große Veranstaltung der Dieblicher Pfadfinder im Jahr 2014. Mit etwa 30 begeisterten Pfadfindern ging es vom 7.-9. Februar ins Hüttendorf Weibern zum Sippenwinterlager mit dem Thema „Star Wars – Die Galaktischen Spiele“, welches von der Sippe Karibu geplant wurde.

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Dort angekommen trafen wir auf unseren Nachbarstamm aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Noch am Freitagabend wurde die Gruppe in zwei Stämme aufgeteilt: die Ewoks mit den Anführern Luke Skywalker und Prinzessin Leia und die Jar Jars mit Jewbacca und Jar Jar Binks. Leider stellte sich heraus, dass der böse Darth Vader und der Imperator die Galaktischen Spiele stören wollen und R2D2 und C3PO entführt haben. Um Weiteres zu erfahren mussten die mutigen Abenteurer auf einer Nachtwanderung Yoda aufsuchen, doch der alte Jedimeister hatte mittlerweile Gedächtnisprobleme und konnte sich an den Aufenthaltsort der Roboter nicht mehr erinnern.

Am nächsten Tag nach einer erholsamen Nacht und stärkendem Frühstück galt es auf einem Stationslauf Zutaten zu sammeln, um einen Unvergesslichkeitstrank zu brauen und Yodas Demenz zu heilen. Nachdem die Truppe diese Aufgabe erfolgreich gemeistert hatte und Yoda den Trank überreichten, erinnerte er sich wo die beiden Roboter gefesselt waren. Diese wurden gefunden, enfesselt und sicher nach Hause gebracht.

Am Nachmittag wurden verschiedene Workshops bewältigt, um sich im Kampf gegen Darth Vader, den Imperator und ihre Gang zu behaupten. Überraschenderweise attackierten diese die Gruppe schon früher als geplant, was zu einer wilden Keilerei führte. Allerdings merkte Prinzessin Leia, dass das zu nichts führt und es sinnreicher wäre, das ganze in einer fairen Partie Sitzfußball zu entscheiden. Der Wettkampf war sehr mitreißend und stimmungsvoll und endete letztendlich mit 3:2 für die Jar Jars und Ewoks. Darth Vaders Crew war somit verscheucht und die Galaktischen Spiele konnten am nächsten Tag in aller Ruhe stattfinden.

Abends wurde der Sieg noch kräftig mit einem lustigen Bunten Abend gefeiert. Am nächsten Tag war es dann so weit und die ersehnten Galaktischen Spiele konnten schließlich stattfinden. Sie beinhalteten viele lustige und spaßige Spiele, wie zum Beispiel Starvolution, Skywalker, Spaceballfight und das Grenzerspiel. Auch wenn das Wetter am Samstagnachmittag die Laune des Ein oder Anderen etwas herunterzog, war es ein tolles, lustiges und gelungenes Winterlager mit viel Spaß und Freude.

Bericht von Adam Cowen

Meutenwinterlager in St. Jost

Meutenwinterlager der Pfadfinder standunter dem Thema „Jim Knopf“

 Jugendhütte St. Jost, Langenfeld – 7. bis 9. März 2014

Am wunderschönen ersten Märzwochenende begaben sich 40 Kinder und Gruppenleiter aus Dieblich und Ahrweiler auf den Weg nach Lummerland. Bereits zuvor hatte sie ein Hilferuf aus Lummerland erreicht. Lukas, der Lokomotivführer, bat um Hilfe in einer wichtigen Mission. Mehr konnte er uns vorab nicht verraten.Pfadis im Bergwerk

Als die Kinder nun in Lummerland alias St. Jost ankamen, wurden sie herzlich von Lukas in Begleitung von Jim Knopf begrüßt und sofort von einem Brief in Kenntnis gesetzt, der ein abendliches Treffen mit dem Kaiser von China ankündigte. So brachen sie unverzüglich bei Dämmerung auf, und trafen am Ende eines fackelbeleuchteten Weges auf den Kaiser. Der traurige Kaiser berichtete von seiner Tochter Li Si, die seit Wochen vermisst wurde und von der jede Spur fehlte. Die Kinder boten sofort ihre Hilfe an und versprachen Li Si wiederzufinden.Frühstück bei den Pfadis

Am nächsten Morgen wollten die Kinder sich unverzüglich auf die Suche nach Li Si machen, doch prompt gab es ein Problem. Die Lokomotive Emma hatte keine Kohle mehr! Doch das war kein Problem für die Kinder; sie machten sich zum wenig entfernten Bergwerk auf, um Emma wieder in Gang zu bekommen. Neben der Kohle, die sie dort fanden, konnten die Kinder durch eine Führung im Bergwerk viel über den Bergbau in der Grube Bendisberg lernen.

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Nachdem sie nun die Kohle hatten, ergab sich ein weiteres Problem. Wer sollte Emma fahren? Doch auch dafür gab es eine Lösung. Alle Kinder machten einen Lokomotivführerschein. Eine Flaschenpost von Li Si verriet, dass sie von Frau Mahlzahn in der Drachenstadt gefangen gehalten wurde. Wo sich diese Drachenstadt befindet, wusste allerdings niemand. Nach einer Stärkung tauchte plötzlich Nepomuk auf, der die Kinder in die Drachenstadt führen konnte, jedoch vor großen Gefahren warnte. Und auch diese bezwangen die Kinder bis sie schließlich auf Frau Mahlzahn trafen. Der gemeine Drache wurde gefangen, wollte aber zur großen Enttäuschung aller nicht verraten, wo sie Li Si versteckte. Sie schlug den Kindern einen Handel vor. Ihr innigster Wunsch war es zu lachen, also sollten die Kinder sie zum Lachen bringen. Frau Mahlzahn wurde zum Bunten Abend eingeladen, in der Hoffnung man könne sie besänftigen und ihr doch noch Li Si`s Versteck entlocken. Mit großartigen Darbietungen, wie selbst geschriebenen Liedern und Sketchen wurde Frau Mahlzahn sehr von den Kindern beeindruckt und schließlich auch zum Lachen und sogar Tanzen gebracht. Freudig legten sich alle zur Ruhe.

Doch am nächsten Tag hatte es sich der fiese Drache anders überlegt. Frau Mahlzahn war über Nacht verschwunden und hatte nur eine zerrissene Karte mit dem Aufenthaltsort von Li Si zurückgelassen. Schnell machten sich die Kinder auf den Weg und trafen auf die Wilde 13, die sie zu einem letzten Kampf herausforderte. Sie schlugen die Wilde 13 in die Flucht, befreiten Li Si und brachten dem Kaiser seine geliebte Tochter zurück. Die Kinder hatten ihr Versprechen dem Kaiser gegenüber also gehalten und ein spannendes und abenteuerliches Wochenende erlebt, was nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.

Bericht von Marion Bäuerlein

 

PSD – Osterhaik

Osterfahrt 2014 der Pfadfinderschaft Süddeutschland (PSD)

 Dieblicher Pfadfinder erlebten Abenteuer im Schwarzwald

(17. – 20. April 2014)

Die Natur erwacht, die ersten Blumen blühen, die Temperaturen werden wieder angenehm und fahrtenfreundlich. Natürlich wollten wir das gute Wetter nutzen und bei strahlendem Sonnenschein durch die Wälder und Täler des wunderschönen, sonnendurchfluteten Schwarzwalds wandern.  Zumindest war das unser Plan.

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Treffpunkt war das Pfadfinderheim des Stammes „Greif“ in Bruchsal. Donnerstagabends kamen dort insgesamt 20 „PSD`ler“, davon 15 Treverer aus Dieblich und ein „Pegasus“ an. Zunächst ging`s ans Gruppen einteilen, Essen wurde besorgt und die Zelte gepackt. Danach stiegen wir hinab in den alten Gewölbekeller der Greifen, wo wir uns mit den Teilnehmern des zeitgleich stattfindenden Basislehrgangs und einer Hand voll Rovern zu einer großen Singerunde trafen. Noch war das Wetter gut, der Himmel blau, und alle Osterfahrer guter Dinge.

Das sollte sich am nächsten Tag ändern. Bei bewölktem Himmel und Nieselregen stiegen wir morgens in die Bahn, und bei bewölktem Himmel und Nieselregen kamen wir auch in Forbach an. Da hieß es also erst mal Regenhüllen raus und Ponchos übergeworfen, und nach einem kurzen Blick auf die Karte ging das Abenteuer los. Wir teilten die zum Wandern doch recht große Gruppe, die Sipplinge liefen mit ihren Sippenführern, die Alten blieben unter sich.

Wir (die Rovergruppe) peilten zunächst die Schwarzenbachtalsperre an, die wir gegen Mittag erreichten. Von dort schlugen wir uns dann ganz abenteuermäßig in die Büsche, querfeldein liefen wir in die ungefähre Himmelsrichtung und gelangten auch einige Bäche und umgestürzte Bäume später tatsächlich auf den von uns angepeilten Wanderweg. Das Wetter wurde zunehmend ungemütlich, und als wir gegen vier eine kleine, gemütliche Hütte (mit Tür und Fenstern!) fanden, nutzten wir die Gelegenheit und kochten erst mal Kaffee. Obwohl wir noch nicht allzu weit gelaufen waren und bis Oberkirch noch eine ordentliche Strecke vor uns hatten, entschieden wir uns angesichts der teils doch recht heftigen Hagelschauer, des Regens und des von Zeit zu Zeit zu vernehmenden Donners dazu, unsere Kothe im Rucksack zu lassen und die Nacht in der Holzhütte zu verbringen. Nachdem die Mädels an einem nahen Bach Wasser organisiert hatten, befeuerten wir unsere Fahrtenkocher und kochten uns ein reichhaltiges Mahl aus Nudeln und Tomatensoße. Danach packten wir die Klampfen aus und sangen unserer Abenteuerhütte zu Ehren noch das ein oder andere Liedchen, bevor wir in die Schlafsäcke krochen.

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Unerbittlich weckte uns Vicky bereits am frühen Morgen, und bei den ersten Strahlen der Sonne machten wir uns auf den noch langen und beschwerlichen Marsch nach Oberkirch. Unterwegs erlebten wir noch allerlei Abenteuer, kamen an alten Steinbrüchen vorbei, bestiegen die Höhen und Gipfel des Schwarzwalds und verliefen uns dabei quasi fast überhaupt gar nicht (und wenn, dann war der „Pegasus“ schuld).

Wir liefen trotz schwindender Kräfte tapfer weiter, passierten einen abenteuerlichen Abenteuerspielplatz und machten uns dann an den letzten Aufstieg. Vom Sesselfelsen ging es dann hinab in die Rheinebene. Die Schauenburg ließen wir angesichts der allgemeinen Müdigkeit rechts liegen und nahmen stattdessen eine Abenteuerabkürzung durch die Weinberge direkt nach Oberkirch, wo wir in der Fußgängerzone auf Karo und Wooki trafen, die nach dem Ende des Basislehrgangs per Daumen nachgereist waren. Da im Pfadfinderheim des dortigen Stammes Jörg von Schauenburg eine voll ausgestatte Küche zu Verfügung stand, ließen wir unsere Fahrtenkocher im Rucksack und nutzten stattdessen den Elektroherd, um uns ein reichhaltiges Mahl aus Reis und Pilzen zuzubereiten.

Ein kurzes Telefonat mit der jüngeren Gruppe ergab, dass diese weniger Glück gehabt hatte als wir. Die Hütte, in der sie übernachtet hatten, war bei weitem nicht so komfortabel wie die unsrige gewesen, und die letzten beiden Stunden hatten sie damit verbracht, in die falsche Richtung zu laufen. Wir stockten also unser Notfallteam etwas auf (noch mal ein großes Dankeschön an die beiden Fahrer) und sammelten die Sipplinge und ihre Führer nicht weit von Oberkirch entfernt ein, um den Abend gemeinsam mit ihnen und einigen noch zu uns gestoßenen Rovern und Wandervögeln bei einer Singerunde ausklingen zu lassen.

Nach dem wir das Heim der Oberkircher am nächsten Morgen wieder in seinen ordnungsgemäßen Zustand gebracht hatten, rückten wir zum Bahnhof vor und traten von dort die Heimreise nach Bruchsal bzw. Dieblich an.

Für diejenigen, die das bisschen Nieselregen nicht abgeschreckt hat: die nächste Sippenfahrt geht wahrscheinlich von Dieblich nach Ahrweiler, und wird noch toller und natürlich abenteuerlicher als die letzte. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Bericht von Oliver Heinz

Meutentruppaktion Kräuterwanderung

Kräuterwanderung ins schöne Kerbestal

 Meutentruppaktion der Dieblicher Pfadfinder am 2. Mai 2014

Am ersten Samstag im Mai schulterten 8 junge Wölflinge des Stammes Treverer aus Dieblich ihre Rucksäcke, um mit geschnürten Wanderschuhen und ihren Gruppenführern die Kräuterwelt des Dieblicher Kerbestal zu entdecken.

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Dazu trafen wir uns um halb 11 in der Vormittagsfrühe am Marzy-Platz. Hier bekam jeder Pfadfinder ein Pflanzen- oder auch spezifischer: ein Kräuterbestimmungsbuch in die Hände gedrückt. Voller Tatendrang starteten wir in unser kleines Abenteuer.

Kaum war das Dorf verlassen, erkundigten wir die am Wegrand wachsenden Pflanzen. Unser Hauptaugenmerk lag hier bei Kräutern. Ob Knoblauchsrauke, Wiesenklee oder Stinkender Storchschnabel – alles wurde genauestens untersucht und bestimmt. Da der Tag uns reichlich Sonne schenkte, wurden wir nicht müde und sammelten zwei große Taschen mit Kräutern, die wir später für unser Mittagessen verwerten wollten. Am stammeseigenen Lagerplatz angekommen, gingen alle fleißig ans Werk. Es wurde geschnippelt, Feuer gemacht und gegrillt. Unsere selbstgemachte Kräuterbutter aßen wir voller Genuss auf frischen Brötchen mit Würstchen, Fetakäse und eingemachten Pilzen. Auch hier fehlten unsere selbst gesammelten Kräuter nicht! Nach dem ausgiebigen Mahl verbrachten wir zwei weitere Stunden im Kerbestal, um die Sonne zu genießen und ausgiebig zu spielen.

Nachdem die Zeit wie im Fluge verging, machten wir uns um 16 Uhr wieder auf Richtung Marzy-Platz. Dort beendeten wir den abenteuerlustigen Tag mit einem Abschlusskreis und erwarten schon wieder freudig die nächste Meutentruppaktion.

Bericht von Victoria Patz

Bundeslager “Siedler” in Lautenbach

Bundeslager „Siedler“ der Pfadfinderschaft Süddeutschland

Aufbruch in eine neue Welt – Mit allen Schikanen (29. Mai bis 01. Juni 2014 Lautenbach)

Naturverbundenheit, Sparsamkeit und Einfachheit – diese Werte werden in der Pfadfinderarbeit des Stammes Treverer wie auch seines Bundes, der Pfadfinderschaft Süddeutschland (also den vier weiteren Stämmen in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Karlsruhe, Bruchsal und Oberkirch) als alternatives Konzept der Gestaltung der eigenen Zeit großgeschrieben.

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Doch wer nun lange Diskussionen zum Thema erwartet, der wartet lange.

Im Rahmen der Spielidee, Siedler in einem neuem Land zu sein, dort ohne große Hilfsmittel ein neues Leben aufzubauen und dazu auch noch die ansässige Bevölkerung von sich zu überzeugen, wurde das einfache Leben erLEBT.

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Ob nun eine Holzhütte gezimmert, ein Lagertor errichtet, knapp 50 Kilogramm Brot von Hand gebacken, ein Ofen gebaut, Beutel genäht, mit Kartoffeln gestempelt, Expeditionen durchgeführt, Kerzen gezogen, Pfeil und Bogen gebaut, Fahnen genäht, sich in Akrobatik geübt oder Körbe geflochten wurden, alles stand unter dem Motto „learning by doing“ oder auf Gutdeutsch: Selbsterfahrung.

Nach all der harten Arbeit, die von verschiedenen Wanderungen, Spielen und Stationsläufen ergänzt wurde, fiel so mancher nach einem hervorragenden Essen eines Küchenteams, das sich nicht lumpen ließ und trotz Abwesenheit von Elektrizität wahre Sternemenüs zauberte, und einer gemütlichen Singerunde erschöpft in seinen Schlafsack.

Gekrönt wurde das diesjährige Bundeslager von einem abwechslungsreichen Singewettstreit mit eigener Pausenkapelle und einem feierlichen Bundesabend, der inmitten der vielen handwerklichen und musischen Aktivitäten Raum für Reflexion und Dank für all die Köpfe, Hände und Herzen ließ, die im Verlauf des Jahres ihre Zeit und Energie in das Ehrenamt stecken und die Sache der Pfadfinderei am Laufen halten.

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Nun, nachdem wieder alles abgebaut und alle gut heimgekehrt sind, bleibt nur eins zu sagen: Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

Bericht von Karo Dörrheide

 

Erste-Hilfe-Ausbildung

Wochenende der Dieblicher Pfadfinder stand ganz im Zeichen der Erste-Hilfe Ausbildung

Gruppenraum Dieblich 27. bis 29. Juni 2014

 Ein ganzes Wochenende lang widmeten sich insgesamt 12 Dieblicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Erste-Hilfe Ausbildung, einem wichtigen Teil ihrer Ausbildung für Gruppenführer. IMGP5282 - Kopie

Bernd Schäfer vom Deutschen Roten Kreuz – Kreisverband Mayen-Koblenz stand den Pfadfindern dabei als kompetenter und erfahrener Ausbilder mit Rat und Tat zur Verfügung.

Das von Victoria Patz sehr gut organisierte Schulungswochenende begann am Freitag mit einem dreistündigen „Outdoor Erste-Hilfe-Kurs“, bei dem das Führungspersonal der Pfadfinder sehr viel Nützliches über Erste-Hilfe Maßnahmen bei Lager & Fahrt in Erfahrung brachte. Insbesondere bei den praktischen Übungen zum Transport von Verletzten mit – selbst konstruierten – Tragen waren die Teilnehmer mit Begeisterung bei der Sache und brachten ihre eigenen Erfahrungen und Ideen mit ein.

Auch der sich anschließende „Große Erste-Hilfe Kurs“ (8 Doppelstunden) erfüllte die Erwartungen der Pfadfinder. So wurden neben der notwendigen theoretischen Wissensvermittlung u. a. auch fleißig Verbände angelegt, die Ausbildungspuppe des DRK dank erlernter Herz-Lungen-Wiederbelebungstechniken – unter Zuhilfenahme eines Defibrillators – (fast) zum Leben erweckt sowie das Bergen von Verletzten aus einem Pkw trainiert.

Insgesamt war es für die Dieblicher Pfadfinder es ein sehr schönes und erfolgreiches Wochenende, bei dem auch der gemeinsame Spaß nicht zu kurz kam.

Bericht von Rainer Heinz

Basislehrgang in Bruchsal

Basislehrgang 2014 der Pfadfinderschaft Süddeutschland (PSD)

 Pfadfinderheim Stamm Greif in Bruchsal (12. – 19. April 2014)

Wir, das sind elf begeisterte Pfadis aus Karlsruhe, Ahrweiler, Oberkirch und Dieblich, nahmen am Basislehrgang 2014 teil, der in der ersten Woche der Osterferien stattfand.

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Es ging früh morgens für uns (Matthew, Frederieke, Ricarda, Jasmin) los, denn die Reise von Dieblich nach Bruchsal beträgt (wenn man die ganzen Rückwärtsfahrer mitrechnet), ca. drei Stunden.

Nachdem wir als Erste ankamen, trudelten nach und nach auch die anderen sieben Lehrgangsteilnehmer ein. Nun wurden wir von unseren engagierten Teamern in drei Gruppen eingeteilt. Wir mussten uns eigenständig Essen kaufen, das Allgemeingepäck zusammensuchen und uns unsere Zugfahrkarten zu den Startpunkten kaufen. Und los ging die zweitägige Wandertour! Sehr geschafft kamen alle drei Gruppen (fast) gesund und munter nach zwei Tagen wieder im Greifenheim in Bruchsal an.

Nun bestand unser Tag aus einem Morgenseminar und einem Mittagseminar, eigenartig aussehendem Essen und sehr, sehr viel Spaß! Zwischendurch sahen wir sogar noch etwas von Bruchsal. Abends machten wir Singerunden, in denen wir gefühlt alle drei Lieder „The Road“ mehrmals hintereinander sangen.

Am Ende gingen wir alle mit einem Plan von Recht, Erste Hilfe, Aufsichtspflicht, Gruppenstundengestaltung und vielem mehr nach Hause. Nun können uns unsere Stammesführer guten Gewissens auf sowohl Wölflinge als auch Sipplinge loslassen.

Bericht von Jasmin Sauerborn (Sally)

Pfadfinderschiff Mytilus

Olli & Wooki auf dem Pfadfinderschiff Mytilus

(Nordsee, Juli 2014)

Der Verein Mytilus e. V. wurde 1983 von ehemaligen Jugendgruppenleitern des Pfadfinder- und Pfadfinderinnenbunds Nord aus Hamburg und weiteren engagierten Seglern gegründet. Die Motivation der Gründungsmitglieder war es, als Erwachsene die Jugendarbeit zu unterstützen und gemeinschaftsstiftende Erfahrungsmöglichkeiten für Jugendliche zu schaffen.

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Meutensommerlager an der Nette

Nett war`s an der Nette!

(Meutensommerlager vom 1. bis 5. August 2014)

 Jedes Jahr zur Sommerzeit juckt es uns aufs Neue in den Wanderschlappen. Egal wohin, raus muss es gehen! Direkt vor unserer Haustür finden wir wunderschöne Fahrtengebiete mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, Wäldern, Flüssen, Bergen und Tälern. Was liegt da näher als eine „Großfahrt vor der Haustür“ für unsere Kleinsten?

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In diesem Jahr ging es von Mayen-Kürrenberg aus in einer dreitägigen Wanderung durch das idyllische Nettetal hin zur Ruitscher Mühle. So manche Gelegenheit zum Planschen wurde genutzt. Ob im Brunnen des Mayener Marktplatzes oder in der Nette selbst – Abkühlung nach der anstrengenden Wanderung muss sein!

Der Tag gestaltete sich ganz wie die Fahrt bei den Großen: Aufstehen, Frühstück, Zelt abbauen und los geht’s! Am Abend, wenn wir ein schönes Plätzchen gefunden hatten, wurde das Zelt wieder aufgebaut, gekocht, gesungen und gespielt. Viel Spaß also – und das alles ohne Handy, Playstation & Co, denn Strom gibt es auf unseren Fahrten nicht.

Die letzten beiden Tage verbrachten wir dann auf dem Zeltplatz der Ruitscher Mühle, wo uns auch nicht langweilig wurde angesichts des Angebots aus Wikingerschach, einer nett kühlen Nette, einer Slackline, eines Bunten Abends, der organisiert sein wollte, einer riesigen Spielekiste, und, und, und…

Nach fünf Tagen und einem abschließenden Brunch mit Pfannkuchen packten wir auch schon wieder unsere sieben Sachen zusammen und machten uns auf den Heimweg – diesmal jedoch in unserem Bus.

Zu kurz war uns unsere Meutensommerfahrt vorgekommen. Doch im September geht es bereits weiter mit unserem Herbstlager.

Sonst bleibt nur zu sagen: Auf ein Neues im nächsten Jahr! Wer weiß, welche Schönheiten vor unserer Haustür wir dann erkunden werden…?

Bericht von Karo Dörrheide & Victoria Patz

Sommerlager (Baltikum)

Sommerfahrt der Dieblicher Pfadfinder

– Großfahrt ins Baltikum –

(9. bis 22. August 2014)

In diesem Jahr sollte uns die Großfahrt im Sommer ins schöne Baltikum nach Lettland führen. Dort angekommen – übrigens nach zweiunddreißig Stunden Busfahrt und 1.750 Kilometer– teilten sich die drei Fahrtengruppen auf und verteilten sich an der Küste Lettlands. Dort wanderte man zehn Hajktage über Stock und Stein, lief am Meer entlang und hatte jede Menge Spaß.

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Die achtköpfige Gruppe der Sippe Karibou und Akita mit ihren Gruppenführern Adam, Stäuer und Vicky trennte sich in Riga von der Sippe Fennek und der Rovergruppe „Körperklaus“.

Erstes Ziel war die kleine Hafenstadt Roja, am nordöstlichen Zipfel Lettlands, unterhalb des Meerbusens, dreißig Kilometer von Talsi entfernt. Nach einer erneuten Busfahrt, juckte es uns nach zweiunddreißig Stunden Sitzen so sehr in den Wanderschlappen, dass wir es uns nicht nehmen lassen konnten, unseren Ausgangspunkt Talsi mit geschulterten Rucksäcken ein gutes Stück hinter uns zu lassen. Bereits hier trafen wir auf äußerst nette Landesbewohner, die uns – trotz unserem mangelnden Lettisch – in ihrer Muttersprache zutexteten. Angesichts ihrer Mimik und Gestik, waren sie hellauf begeistert, aber auch verwundert, von unserem Vorhaben, in acht Tagen bis nach Jurmala, einer Vorstadt von Riga, zu wandern.

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Der erste Zeltplatz verschlug uns auf eine wunderschöne Lichtung in einem kleinen Waldstück, fernab der Straße, von Feldern umgeben. Nach einem späten Mitternachtsmahl bei hellem Mondschein und aufsteigendem Nebel, stapften wir, müde und erschöpft von den vielfältigen Eindrücken des Landes, in unsere Wanderkohte, um in unsere Schlafsäcke zu krabbeln.

Am nächsten Morgen erwachten wir bei strahlendem Sonnenschein und setzten unseren Weg Richtung Roja fort. Beim Frühstück erwartete uns eine Überraschung: Wir folgten der Einladung einer gastfreundlichen lettischen Familie in ihr Gartenhaus, wo uns entgegen unserer Erwartungen ein Frühstück mit selbstangebauten frischen Gemüse, heißem Kaffee und Tee, Honig und Brot aufgetischt wurde. Die eine oder andere Freudenträne über diese Gastfreundlichkeit konnte nicht verkniffen werden.

Mit vollem Bauch wanderten wir den restlichen und auch noch darauffolgenden Tag hoch motiviert, in freudiger Erwartung auf den Strand, bis ans Meer. In der Hafenstadt angekommen, gönnten wir uns einen Tag Pause, um Stäuer`s siebzehnten Geburtstag ausgiebig am Wasser zu feiern. Trotz einiger Regengüsse trauten wir uns ins eisige Meer, um uns vom Schweiß der letzten Tage zu befreien und um einige Wasserschlachten zu machen.

Die nächsten Hajktage führten uns über festen Sand oder auf parallel verlaufenden bemoosten Waldwegen am Meer entlang, begleitet von gelegentlich auftauchenden Niederschlägen oder prallender Sonne. Auf unseren abenteuerreichen zwanzig Kilometer langen Tagesstrecken erkundeten wir kleine Dörfer oder zogen an einsamen Bauernhöfen vorbei. Die letzten dreißig Kilometer vor unserem Standlagerplatz Elingi in Jurmala passierten wir mit der Hajkgruppe „Fennek“, die uns mit einem lautstarken Überfall bei der Bewältigung eines Flusslaufes am Meer überraschte.

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Das zweitägige Standlager nutzten wir, nachdem auch die Rovergruppe eingetroffen war, zum Saunieren, Abenteueraustausch, dekadenten Essen und Ausruhen.

Als wir die darauffolgende zweitägige Heimreise antraten, ließen wir schweren Herzens das neu entdeckte Land zurück, freuten uns aber auch auf ein warmes Bett und ein festes Dach über dem Kopf. Die Busfahrt ging trotz der dreißig Stunden schnell vorbei, vielleicht lag es an den zahlreichen Ohropax, die flugs von Olli an die Passagiere verteilt wurden, als russische Comedyserien in voller Laustärke über den Fernsehbildschirm ausgestrahlt wurden – trotz der Tatsache, dass lediglich der Busfahrer dieser Sprache mächtig war.

Lettland hat uns mit seiner wunderschönen Landschaft, ob Wälder oder Strand, verzaubert, sodass vielleicht der ein oder andere Pfadi die Bundesfahrt im Herzen Deutschland, die anlässlich des Jubiläums der Pfadfinderschaft Süddeutschland (PSD) im nächsten Jahr stattfinden wird, kaum erwarten kann.

Bericht von Henriette Reinders & Victoria Patz

Wein – und Heimatfest in Dieblich

Wein- und Heimatfest in Dieblich

23. bis 25. August 2014 – Teilnahme am Festumzug mit Wagen und Fußgruppe

Wenn die Weinkönigin (Eva II. Kries) aus den Reihen der Pfadfinder kommt, ist das natürlich ein ganz besonders Fest, was es gebührend zu feiern gilt!

Weinfest 2014 TitelSo nahmen die Dieblicher Pfadfinder – Stamm Treverer – mit Wagen und Fußgruppe am Festumzug teil, bei dem sie Original Kerbestaler Holunderblütensaft ausschenkten!

Begleitet von Akkordeon, Gitarren und Kontrabass wurde Eva zu Ehren gesungen. Dabei wurde der Klassiker „Roter Wein im Becher“ kurzfristig in „Weißer Wein im Becher” umgedichtet.

Das Stammeslied „Wind in den Augen“, „Die Lappen hoch“ sowie die Eigenkomposition „Der T-Rex“ von Lukas & Jens komplettierten den Vortrag der Treverer.

Peter-Rohland-Singewettstreit (Burg Waldeck)

Peter-Rohland-Singewettstreit (Burg Waldeck)

06. September 2014

Beim  Peter-Rohland-Singewettstreit auf der Burg Waldeck, bei dem als Begleitinstrumente nur tragbare Musikinstrumente ohne Stromanschluss zugelassen sind, gewannen die Treverer am 06. September 2014 einen Sonderpreis in der Kategorie “Fahrtengruppen”.

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Herbstlager “Zurück in die Zukunft”

Herbstlager  „Zurück in die Zukunft“

 (12. bis 14. September 2014)

Wie jedes Jahr fand auch in diesem September das Herbstlager des Dieblicher Pfadfinderstammes Treverer auf dem eigenen Lagerplatz in der Nähe von Dieblich statt.

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Über fünfzig Kinder und Jugendliche schlugen dort für ein Wochenende die Zelte auf, um unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ miteinander ein paar Tage in der Natur zu verbringen. Bereits am Freitagabend versammelte man sich, um auf einem zur Zeitmaschine umgebauten Traktorhänger unter Leitung von Doc Oeuf und seinem Gehilfen Wooki McFly die Reise in die Vergangenheit anzutreten. Doch in der Aufregung ging alles schief: Die Plasmazufuhr war falsch eingestellt, und so etwas macht der Fluxkompensator natürlich nicht lange mit. Die Zeitmaschine ging kaputt, eine Reise zurück in die Gegenwart schien unmöglich. Zu allem Überfluss fanden die Pfadfinder auf einer Nachtwanderung, auf der sie auf einen Indianer samt Totempfahl, einen Höhlenmensch und einen Ritter trafen, heraus, dass sie nicht bloß in einer, sondern in drei verschiedenen Zeiten gelandet waren.

Am nächsten Morgen machten sich die Jüngsten auf, diesen seltsamen Ort zu erkunden. An insgesamt zehn Stationen lernten sie allerhand über Wald, Boden, Wasser und natürlich die Tiere und deren Lebensräume. Währenddessen begaben sich die älteren Kinder auf eine lange Wanderung, um die nötigen Ersatzteile zu beschaffen. Dabei mussten sie allerlei Hinweisen, Wegweisern und Rätseln folgen und außerdem ihr Können im Umgang mit Karte und Kompass unter Beweis stellen.

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Am Abend war es dann endlich geschafft. Unter großem Getöse konnten Doc Oeuf und Wooki McFly die Zeitmaschine wieder reparieren. Da es für die Rückreise aber schon zu spät war, beschloss man zur Feier des Tages einen Volkstanz einzuüben, begleitet von der stammeseigenen Kapelle.

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Am nächsten Morgen dann konnten die Pfadfinder endlich zurück in die Gegenwart reisen, gerade rechtzeitig, bevor ihre Eltern zum Grillen vorbeikamen und die Kinder wieder abholten.

Bericht von Oliver Heinz

 

PSD Herbstseminar auf Burg Waldeck

Herbstseminar auf Burg Waldeck

13. bis 16. November 2014

Wie jedes Jahr veranstaltete auch in diesem November die Pfadfinderschaft Süddeutschland, zu dessen Stämmen auch der Stamm Treverer aus Dieblich zählt, ein Herbstseminar für jugendliche und erwachsene Stammesmitglieder.

 2014.11.13-16 PSD-Herbstseminar Burg Waldeck (77)  2014.11.13-16 PSD-Herbstseminar Burg Waldeck (29)

Im Vorlauf wurden aus eigenen Reihen Seminarleiter gesucht, das Thema der Seminare wurde hierbei jedoch nicht festgelegt. So entstand schnell ein kunterbuntes Programmangebot, bei der jeder etwas Passendes für sich entdecken konnte.

2014.11.13-16 PSD-Herbstseminar Burg Waldeck (62)Hoch motiviert machten sich die Pfadfinder aus Dieblich also auf den Weg zur Burg Waldeck, am idyllischen Baybachtal gelegen, wo das Herbstseminar stattfand.
Gleich freitagmorgens begannen die etwa vierstündigen Seminare, die grob in die Bereiche „Draußen daheim“, „Besser durchblicken“, „Kunst, Spiel und Musik“, sowie „Handwerk“ unterteilt waren.

Am folgenden Tag war die Müdigkeit und die ein oder andere herbei getanzte Blase bald vergessen, denn das Seminarprogramm war auch dieses Mal vielfältig und interessant: Körperliche Betätigung erfuhr man beim Selbstverteidigungskurs, die Sinne angesprochen wurden beim Seminar „Geschmack, Geruch, Gewissen“, bei der es um den regionalen Weinanbau ging. Natürlich konnte man auch das Gitarrenspiel erlernen oder ein Flaschenschiff bauen – um nur wenige der vielen interessanten Angebote zu erwähnen. Den Abend ließ man mit einer fetzigen Singerunde ausklingen, die bis tief in die Nacht andauerte.

Am nächsten Morgen fand jeweils noch ein Seminarblock statt, beispielsweise mit Themen wie „Volksmusik – alles Musikantenstadl, oder was?“, „Badespaß“ oder „Ukrainekonflikt“, bevor es ans Packen und Aufräumen ging.

Nach dem wie immer etwas traurigen Abschied von den anderen Bundesmitgliedern machten sich die Dieblicher Pfadfinder wieder auf den kurzen Heimweg, nicht ohne festzustellen, dass sie auch dieses Jahr vom Herbstseminar vieles mitnahmen. Seien es neue Erkenntnisse, Erfahrungen oder ein erlerntes Handwerk, jeder trug im Gepäck etwas mehr mit nach Hause, als er vielleicht eingepackt hatte.

Bericht von Lea Heinz

 

Lesenacht

Lesenacht bei den Dieblicher Pfadfindern

25. November 2014 – Gruppenraum


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Auch im November dieses Jahres trafen sich die Wölflinge der Dieblicher Pfadfinder und ihre Gruppenführer zu einem gemeinsamen Leseabend.

Mit warmen Punsch und selbstgebackenen Kuchen versorgt, tauchten wir bei Kerzenschein unter dem Motto “Abenteuer” in die Welt der Geschichten ein.

Einige Kinder brachten dabei ihre Lieblingsgeschichten zum Vorlesen mit: Wir versetzten uns ins Land des Menschenjungen Mogli, reisten mit dem Hasen Felix um die Welt und besuchten eine Familie, die Besuch vom Nikolaus bekam.

Bericht von Victoria Patz


Schneekohtenfahrt

Schneekohtenfahrt – Mission Rheingaugebirge

28. bis 30 Dezember 2014

Seit Jahren bandeln die PSD-Stämme Greif (Bruchsal, BW) und Treverer (Dieblich, RLP) an, zusammen den Winter auf Fahrt zu zwingen. Trotz krankheitsbedingter Ausfälle soll es endlich wahr werden! Eltville soll der Start sein – 28. Dezember 2014, 12 Uhr am Bahnhof. Mithilfe pegasischer Transferkoordination (herzlichen Dank, lieber Micha), soll es auch glücken!

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Greifenstart ist ab 8:50 Uhr der Bahnhof von Graben-Neudorf (ab hier gilt das RLP-Ticket), auch wenn die Greifendichte nur bei 33% liegt, der Rest sind 33% Graue Reiter und 33% Treverer (1% Schwund).

Amelie, Maggo und Wooki werden treverer-pünktlich am Mainzer Hauptbahnhof von Lea und Vicky abgeholt. Dann geht’s rüber nach Eltville. Hier stoßen noch pünktlicher Puli, Maja und Karo dazu. Ab jetzt ist die Truppe vollzählig.

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Die Wanderkarte lockt die beiden Wagen voller gemeldeter -10°C-Nacht trotzender SCHNEEkohtenfahrt-Fahrer nach Kling, einem beschaulichen Wanderparkplatz hinter dem Kloster Tiefenthal. Ein geschicktes Fahrmanöver später findet man sich – die Essensvorräte aufgefüllt und das Greif-Treverer-Material verteilt – im Eröffnungskreis wieder. „Wind in den Augen“ erschallt.

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Die lustige Truppe kämpft such dann durch teilweise 20cm (!) hohen Schnee das Rheingaugebirge hinauf. Die Karte des Landesvermessungsamts Hessen („Das kann ja schon nit viel sein…“) verspricht sehr viele Schutzhütten am Weg, denn so hoher Schnee macht aus dem Kohtenaufbau eine echte Herausforderung.

Nach kurzer Trinkpause wird die erste Hütte erreicht, die zwar totaler Quatsch, aber immerhin vorhanden ist. Die Hütten zwei und drei sollten durch Abwesenheit glänzen. Aber das schreckt einen waschechten Pfadfinder ja nicht ab. Nach etwas unklarer Navigation und dem ein oder anderen Groll über vereinzelte Anstiege sollte ein Einheimischer weiterhelfen. Der freundliche Jogger sprach: „Ja, da oben gibt’s ne Hütte, aber…“ Ohje! Zuerst spielen einem die Wanderwege einen Streich, dann sind die Hütten nicht auffindbar und die Dunkelheit ist auch schon deutlich schmeckbar. Also heißt es die letzten Meter in Distanz und Höhe zu überwinden, bis die Hütte schließlich auftaucht! Fazit: Machbar!

Die Hütte birgt zwar ein Dach und drei zu erahnende Wände, doch Wand Nr. 4 und der allgemein flattrige Charakter der Hütte müssen mit einem Kohtenexperiment deutlich verbessert werden. Also aufteilen: Maja (nachdem der Benzinkocher in Gang ist) sorgt mit Unterstützung für das leibliche Wohl, Lea führt die Holz-Sammel-Crew an, der Rest friemelt und dengelt das Nachtquartier zusammen. Und wieder zeigt sich alte Weisheit: „Viele Hände, schnelles Ende“ und „Wenn‘s draußen kalt und eklig ist, schmeckt jedem selbst der letzte… äähh… wie war der Spruch?“ Wie auch immer, Couscous mit Pesto ist jedenfalls ein sättigendes Fahrtenessen! Nun noch lecker Tee und ein kleines Feuerchen und alle, besonders der gute Puli, sind einfach glücklich. So ein Feuerchen ist schließlich toll um gefrorene Hosenbeine aufzutauen. Diese Atmosphäre entlockt dem geneigten Pfadfinder sogar noch das ein oder andere Liedchen bei Sternenhimmel. Mithilfe von Kohte, Hütte und kollektiver Körperwärme wird es dann auch im Nachtquartier einigermaßen warm, das Feuer muss leider draußen bleiben.

Der nächste Tag kommt also bald, neuer Schnee dient als zusätzlicher Wecker und Motivationsproblem den Schlafsack zu verlassen. Achtung Weisheit: „Der nachts kuschelt mit seiner Kleidung, ist des morgens sicher froh drum!“ Im vorgewärmten Pullover frühstückt es sich dann auch ganz gut. Sobald Kessel und Töpfe, Planen und Ponchos in und an die Rucksäcke gefummelt sind zieht der Tross also wieder los.

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Die Karte verspricht in vertretbarer Entfernung wieder mal eine Hütte, aber das soll sich wieder als Humbuck herausstellen. Nach einer etwas merkwürdigen Begegnung mit einer Dame, die nach anfänglicher Irritation die Wasserreserven der Wandersleut auffüllt, gilt es mal wieder eine Steigung zu bezwingen. Das Ziel heißt Rauenthal. Die örtliche Bäckerei wird zu einem weiteren echten Glücksmoment: Berliner und heißer Kakao sind ein Traum im winterlichen Taunus.

Nun muss nach Hüttenflopp Nr. 4 ein Nachtlager her. Die eingeborenen Bäcker sprechen vom Kloster, der Feuerwehr, einer Grillhütte und einem Naturhof als potentielle Gastgeber. Also werden die sympathischsten Mädels (Karo, Lea und Puli) auf Erkundungstour geschickt. Der Rest achtet aufs Gepäck und trifft Essensvorkehrungen. Doch bevor die Kocher in Gang sind kommt die frohe Kunde: Bei der Milchschäferei Rindler-Börner ist der Heuboden zu haben!

Nach anfänglicher Skepsis seitens der Hausherren erfolgt ein traumhafter, herzlicher Empfang. Der Heuboden wird vom Schäfer noch mit zwei Laternen ausgeleuchtet, da sind die Schlafplätze im Heu schnell gefunden. Schaf, Hund, Hühner und Katzen sind die Nachbarn für die Nacht, in der es lange nicht so kalt wird – draußen zwar, doch das ist egal!

Doch damit nicht genug: Ein weiterer natürlicher Lebensraum, besonders der Dieblicher Pfadfinder, wartet hinterm Haus auf die kleine Truppe. Ein ofenbeheizter Bauwagen, genau groß genug für acht schlotternde Wanderfrauen und –männer – was für ein Glück?! Der Ofen wird angeheizt, die Käsenudeln gekocht und mit Klampfe und Gesang der winterlichen Nacht ein Stündchen oder zwei abgerungen. Die kuschelig warme Heunacht entlohnt alle Steigungen, nicht vorhandenen Hütten und beschwerlichen Schneeschritte der Fahrt.

Der nächste Morgen, also der 30. Dezember, kommt bald, denn auch Schneekohtenfahrer wollen zur Silvesternacht zu ihren Liebsten. Doch getreu der Pfadfindertradition wird auch dieser Ort besser hinterlassen als er aufgefunden wurde. Bauwagen, Sanitärbereich und Heuboden werden nach zünftigem Frühstück aufgeräumt. Nun gilt es sich zu bedanken. Puli lässt die Käseecke (unser Bundesabzeichen) von seiner Kluft springen, dass als Gastgeschenk auf dem Hof verbleiben wird. Mit einem Ständchen beim Schäfer und einem weiteren Gastgeschenk von den Hängen des Moseltals wird herzlich Danke gesagt Es wird sicher ein Wiedersehen geben. Ein Andenken, nämlich ein reifer Bio-Schafsmilch-Käse wird die kleine Gruppe den Rest der Fahrt und des ausklingenden Jahres begleiten.

Auf Richtung Sportplatz, kleine Ehrenrunde über den Parkplatz davor, dann dran vorbei und danach rechts in den Wald. Die Wanderkarte verspricht diesmal nicht zu viel: Nach wenigem Kilometer bergab erscheint der Wanderparkplatz.

Ein sich in lange Tradition einreihendes, winterliches Abenteuer mit Traum-Finale endet im Abschlusskreis mit gewohnt herzlicher Verabschiedung, denn man sieht sich sicher bald wieder. Auch der nächste Winter wird der Fahrtenlust keinen Abbruch tun.

Bericht von Manuel Dany (Wooki)