Archiv der Kategorie: Aktivitäten 2011

Meutentruppstunde im Kerbestal

Meutentruppstunde mit Wooki, Eva & Jens

Kerbestal (29. Januar 2011)

Wenn sich 15 fröhliche Kinder auf den Weg in den Dieblicher Wald machen, kann es sich nur um eine Meute Pfadfinder handeln. So war es auch wieder mal am Morgen des 29. Januar 2011.

Über einen Zeitraum von fast drei Monaten hatte sich die gesamte Meutenstufe (alle Kinder im Grundschulalter, genannt Wölflinge) mit dem Dschungelbuch von Rudyard Kipling auseinandergesetzt. Er selbst hatte ihnen Briefe aus dem weit entfernten indischen Dschungel geschickt und sie so vor verschiedene Aufgaben gestellt, die sie in ihren wöchentlichen Gruppenstunden gelöst haben.

Meutentrupp 2011Doch dieser verheißungsvolle Samstagmorgen in winterlichem Sonnenschein sollte die Krönung der Geschichten aus dem Dschungel werden. Getroffen hat man sich gegen 9:00 Uhr am Gruppenraum der Dieblicher Pfadfinder. Dort erwartete die gespannten Wölflinge eine weitere Nachricht von Rudyard. Dieser lud die jungen Abenteurer auf einen Waldlauf ein, um die Bewohner des Dschungels etwas näher kennen zu lernen. Balou und Co waren extra aus dem weit entfernten Indien angereist. An mehreren Stationen erzählten sie Geschichten, spielten Spiele oder stellten Rätsel an die jungen Pfadis.

Doch der so schön begonnene Tag nahm eine jähe Wendung, als Mogli direkt aus dem Kreise der Wölflinge von den wilden Affen King Louis entführt wurde. Tapfer zogen die Wös los, um ihrem Freund zur Hilfe zu eilen. Wen wundert es da, dass Mogli in kürzester Zeit aus den Fängen der Affen befreit werden konnte.

Beflügelt von diesem Erfolg machten sich die jungen Pfadfinder auf den Heimweg zu ihrem Gruppenraum um sich dort aufzuwärmen und gemeinsam bei Tee und Keks den Abend ausklingen zu lassen. Doch eine letzte Überraschung hatte der alte Rudyard noch in der Hinterhand. Er höchst persönlich überraschte die tapferen Wölflinge an einer Wegbiegung um sie zu beglückwünschen und sich für ihren Mut zur bedanken. Jeder der kleinen Abenteurer bekam eine Urkunde um dieses Treffen nie zu vergessen. Glücklich und stolz, aber auch müde, ließen alle gemeinsam den Tag zu Ende gehen, den sie wohl so schnell nicht vergessen werden.

Bericht von Wooki

Sippenwinterlager in Blankenrath/Hunsrück

Sippenwinterlager

Blankenrath  (11. bis 13. Februar 2011)

Am Freitag, dem 11. Februar fuhren viele hochmotivierte Pfadfinder des Dieblicher Pfadfinderstammes „Treverer“ nach Blankenrath im Hunsrück. Sie begaben sich auf diese Reise, weil der alte Lord Frederic Baker-Scott of Blankenrath sie um Hilfe gerufen hatte.

Ihn quälten seit langem anonyme Drohbriefe und die Pfadfinder waren seine letzte Hoffnung auf die Lösung des Rätsels.

Bei der Ankunft wurden sie vom freundlichen Hausmädchen Sally empfangen und verköstigt. Doch plötzliche erreichte sie eine schreckliche Nachricht: Der Lord wurde ermordet. Nachdem der erste Schock überwunden war machten sich die hilfsbereiten Pfadis auf die Suche nach dem Mörder. In stockfinsterer Nacht irrten sie durch den Wald. Dunkle Geschöpfe des Waldes, die aus dem Unterholz sprangen, versuchten sie von der Suche abzulenken. Doch schließlich kamen sie ohne den Mörder, aber dafür triefend nass wieder auf der Burg des Lords an.

Deshalb begaben sie sich am nächsten Morgen auf einen Waldlauf um mit der Polizei die Spuren zu sichern. Es wurden Fußabdrücke, Ta(r)twaffen und Fingerabdrücke gesichert, Phantombilder gemalt und Zeugen befragt. Der Weg führte sie durch eine wunderschöne Landschaft an einem Bach entlang, dessen Ufer von vielen geheimnisvollen Höhlen gesäumt war. Nach dieser Anstrengung wurden sie mit heißen, süßen Waffeln belohnt. Als nächstes stand die Auswertung der Spuren an. Dies führte allerdings aufgrund zahlreicher Falschaussagen verwirrter Zeugen zu keinem Ergebnis. Nach einem festlichen Mahl fand der traditionelle „Bunte Abend“ statt, für den alle Gruppen etwas vorbereitet hatten. Das Programm war sehr vielfältig. Es erwachten sogar Werwölfe und ein singender Hut dudelte das Programm von SWR4 rauf und runter. Der Abend endete in einer gemütlichen Singerunde bei Tschai (dem traditionellen Pfadfindergetränk) und Keksen.

Am nächsten und leider auch letzten Morgen erhielten wir ein neues Rätsel. Es waren Kartenteile, die wir bei Sally gegen bunte Wollfäden eintauschen mussten. Das inzwischen verrückt gewordene Hausmädchen wollte sich daraus einen Schal stricken. Da diejenigen, die den Mörder fingen eine große Belohnung bekommen sollten, klauten sich die Gruppen gegenseitig die Wollfäden. Die erste Gruppe, die ihre Karte vervollständigt hatte, fand mit deren Hilfe einen alten Bauwagen, in dem sich der Mörder versteckte. Dieser wurde gefasst, der Polizei übergeben und die Gruppe, die ihn gefasst hatte bekam einen großen Goldschatz.

So endete wieder ein gelungenes Lager der Dieblicher Pfadfinder.

Bericht von Wooki

PSD Meutenaktion “Welt der Farben”

Ausflug in die „Welt der Farben“

(8. bis 10. April 2011 – Bruchsal)

Am Freitagnachmittag fuhren 7 Wölflinge und ihre Gruppenführer vom Stamm Treverer aus Dieblich hoch motiviert gen Süden. Ziel war der Zeltplatz der Bruchsaler Pfadfinder, um dort ein Wochenende in der „Welt der Farben“ zu verbringen, die von schwarzen Männern bedroht wurde.

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Aufgeregt stießen sie zu den anderen Pfadfindern der Pfadfinderschaft Süddeutschland (kurz PSD), dem Bund, dem die Treverer angehören. Einige fleißige Helferlein hatten bereits die Schlafzelte gerichtet. So konnten die kleinen Pfadis nach Schlafsack und Isomatte Ausrollen mit den anderen Wölflingen lustige Spiele spielen. Die Mägen knurrten schon und so erwartete sie ein leckeres Abendmahl. Mit gut gefüllten Mägen ging es in die Jurte, wo bei Feuerschein und genussvollem Punsch gesungen wurde.

Der nächste Tag begann früh mit einer Morgenrunde und einem Spiel, um auch die letzten müden Gesichter zum Leben zu erwecken. Nach einem schmackhaften Frühstück begrüßte das Komitee der Farben die gespannten Wös. Nun konnten die Vorbereitungen für das abendliche große Fest der Farben beginnen. Fleißig wurden bunte Freundschaftsarmbänder geflochten, Eier mit Wachs verziert, Farben aus der Natur hergestellt und Lager-T-Shirts gebatikt. Wer Lust und Laune hatte, wurde ganz getreu dem Motto bunt geschminkt oder versuchte, sich selbst im Schminken. Das große Highlight wurde ein großer Regenbogen, den alle mit vereinten Kräften auf ein tristes, weißes Bettlaken zauberten.

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Doch wie so oft sollte die Harmonie nicht lange ungestört bleiben. Gleich nach dem Mittagessen schlug die Nachricht ein wie ein Blitz: die schwarzen Männer hatten heimlich alle Farben und den riesigen Regenbogen gestohlen! Doch die Diebe waren unvorsichtig gewesen. Die aufgeregten Wölflinge entdeckten eine Fährte von Farbkleckse, die sie möglicherweise zu den Störenfrieden führen würden. In Gruppen aufgeteilt folgten sie den Spuren. Nach einer aufregenden Jagd durch den Wald, konnten zwei der schwarzen Männer auf einer großen Wiese gestellt werden. Auf die eindringliche Aufforderung die Farben wieder herauszurücken, antworteten die schwarzen Männer mir einer Herausforderung. Sie sagten sie seien sich ganz sicher, dass die Pfadfinder es nicht schaffen würden, sie zu fangen, zu überwältigen und drei Sekunden in die Luft zu heben. Doch das ließen die Wös natürlich nicht auf sich sitzen. Auch sechs weitere, plötzlich zur Hilfe eilende schwarze Männer konnten die wild gewordene Meute nicht mehr aufhalten. In Windes Eile eroberten die Kinder ihre Farben mit samt Regenbogen zurück. So konnte man glücklich und zufrieden den Heimweg antreten.

Nach dem Abendessen begann in der festlich geschmückten Jurte das Fest der Farben. Plötzlich wurde es still im Zelt. Eine große Kiste wurde auf die Bühne getragen. Von Irgendwo her ertönte Gitarrenspiel, der Deckel der Kiste öffnete sich und Tom, der Moderator, schlängelte sich heraus. Und er zauberte noch einiges aus seiner Kiste, was den Abend nicht nur zu einem gelungenen Höhepunkt, sondern auch zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ. Nach vielen aufregenden Spielen und fröhlichen Liedern ging es auf den letzten Marsch des Tages: Richtung Schlafsack.

Der nächste Morgen brachte die nächste Aufregung: die schwarzen Männer hatten erneut zugeschlagen. Ein riesiger Farbenballon, mit dem kleine und große Pfadis schon immer gerne gespielt hatten, war ihnen zum Opfer gefallen. Auch diesmal stellten sie ein faires Angebot. Im direkten Vergleich sollten schwarze Männer und Wös an verschiedenen Stationen kleine Steinchen erspielen. Die Wös bunte, die schwarzen Männer schwarze Steinchen. Wer am Ende die meisten Steinchen gesammelt hatte, sollte den Ballon gewinnen. Es wundert wohl niemanden, dass die schwarzen Männer wieder keine Chance hatten. Freudestrahlend nahmen die Pfadis ihren Farbballon entgegen. Doch war es, wie so oft im Leben. Wenn es gerade am Schönsten ist, geht die Reise Richtung Heimat. Und die Erinnerung an eine tolle Spielidee mit viel Spaß und Freude geht sicher mit.

Bericht von Marion Bäuerlein

Pfaditopia – BUNDESLAGER in Dieblich

Pfaditopia

 Bundeslager in Dieblich 10. bis 12. Juni 2011

Eine große Wiese mitten im Wald. Zelte voller Bastelmaterial, Bauholz, Spiele, Bücher, Bälle, Farben, einem Pool und vielem mehr. Genügend Freiräume, einmal all die Dinge auszuprobieren, zu denen einem sonst die Zeit, der Platz oder die Unterstützung fehlen. Dazu zweihundert gleichgesinnte Kinder und Jugendliche, ein verlängertes Wochenende lang. Und das Beste: Weit und breit keine Eltern in Sicht.

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Was wie der Traum eines jeden Jungen oder Mädchens klingt, wurde für die Pfadfinder der Pfadfinderschaft Süddeutschland am Pfingstwochenende Wirklichkeit.

Unter dem Motto Pfaditopia richtete der Dieblicher Stamm Treverer auf der Naßheck in Dieblich das alljährliche Bundeslager aus, zu dem sechs Pfadfinderstämme aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg mit insgesamt über zweihundert Teilnehmern anreisten.

Und der weite Weg lohnte sich. Denn dieses Wochenende sollte ein ganz Besonderes werden. Während auf traditionellen Lagern von Anfang an ein festes Programm existiert, von einer Gruppe erfahrener Betreuer geplant, sollte diesmal jeder einzelne die Möglichkeit bekommen, sein ganz eigenes Programm mitzugestalten.

Zu diesem Zweck wurden bereits im Vorfeld die Kinder dazu animiert, sich Gedanken über mögliche Aktivitäten zu machen, wobei der Phantasie keine Grenzen gesetzt waren. Die Ideen reichten von Wasserrutschen und Swimmingpools über Baumhäuser und Holzhütten bis zu Waldläufen und Wanderungen. Selbst die Kleinsten hatten so die Möglichkeit, sich bei der Planung einzubringen. Dann begann die Vorbereitung.

Entsprechend der Ideen wurde Bauholz herangeschafft, Bastelmaterial besorgt, ein Pool mit angrenzender „Muckibude“ errichtet und Spiele und Bücher aufgetrieben. Sogar einen LKW-Anhänger gab es, den es mit Ideenreichtum bunt zu gestalten galt.

Die Erwartungen der Teilnehmer waren also denkbar hoch, doch wie viel Kreativität in den Kindern tatsächlich steckte, hätte sich vorher niemand ausmalen können. So gab es spontane Kräuterkunde-Workshops, Jonglier- und Arkobatikgruppen. Es wurden neue Lieder ausgetauscht und Strohburgen gebaut. Es gab Fußball-Turniere, Singewettstreite, eine Modenschau, die verschiedensten Spielangebote und einen großen Lagerturm.

Jeder hatte die Möglichkeit, sich und seine Vorstellungen einzubringen, und Langeweile kam höchstens mal beim Zähneputzen auf.

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Trotz aller Anstrengungen, logistischen Probleme, aufwendigem Wassertransport, geplatzter Reifen und dem ein oder anderen Heimweh-Problem waren sich am Ende alle einig: der Aufwand hat sich mehr als gelohnt!

Bericht von Olli Heinz

Meutensommerfahrt entlang des Rheinsteigs

Sommerfahrt entlang des Rheinsteiges – Natur erleben

 (16. bis 23. Juli 2011)

 Sechs Kinder im Alter von neun bis elf Jahren und fünf Gruppenleiter – ausgerüstet mit einem Wanderrucksack, einer Wanderkarte und einem Kompass – reichen, damit das Pfadfinderabenteuer starten kann.

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Die Reise startet in Leutesdorf am Rhein. Frohen Mutes und voller Energie geht es den Steilhang zwischen Brombeerhecken hindurch, hinauf. Oben angekommen belohnt ein grandioser Ausblick für den anstrengenden Aufstieg. Über Stock und Stein führt uns unsere viertätige Wanderung an Bächen und einer Mühle vorbei, durch Täler und auf hohe Berge mit schönen Aussichtspunkten. Jeder Pfadi trägt einen Teil des Essens, eine Plane der Kothe (Pfadfinderzelt) sowie einen Anteil des Gemeinschaftsgepäcks.

Wir leben im Einklang mit der Natur und getreu dem Pfadfindergesetz: Einfach und sparsam. Ganz ohne Handy, Wii, Fernseher, vorgefertigten Spielen und Radios entdecken alle gemeinsam immer wieder atemberaubende Dinge, die die Natur uns zu bieten hat, wie z.B. einen Wasserfall, die Schichten eines Baumes, verschiedene Bäume und Tiere. Weder der zwölf Stunden anhaltende Regen, noch die Blasen an den Füßen können uns von unser Reise abhalten, wir lernen viele nette Leute kennen, die uns unsere Trinkflaschen auffüllen, ihren Garten als Zeltplatz zur Verfügung stellen, mit uns ein Stück des Weges gehen, uns unseren Müll entsorgen, oder von ihren eigenen Reisen erzählen.

Jeden Abend bauen wir unser „Kamel“ (Pfadfinderzelt), dort, wo es uns gefällt, kochen gemeinsam und singen verschiedene Lieder. Am Ende des ersten Teiles des Abenteuers stranden wir auf dem Pfadfinderzeltplatz im Brexbachtal in Bendorf-Sayn mit Kindern, die sich zu Baumbestimmungsexperten und Kamelaufbaugenies entwickelt haben – eine Gruppe, die erlebt und gelernt hat, dass ein Team mehr erreichen kann und schneller ans Ziel kommt. Vor allem wissen die Kinder und Gruppenleiter die kleinen Dinge des Lebens, wie z.B. fließendes Wasser, einen warmen Kakao und ein Dach über dem Kopf zu schätzen.

Bereits auf der Wanderung lernen die Pfadfinder die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft kennen und schätzen. Mit diesen Elementen beschäftigt sich die Gruppe in den weiteren drei Tagen noch intensive. Ebenso wie mit den „Pfadfindergesetze“: Hilfsbereitschaft Toleranz und die Gabe, sich einzuordnen.

So sind z.B. beim gemeinschaftlichen Vulkanbau die Leistung und das Können jedes Einzelnen gefragt – ebenso beim gemeinsamen Vorbereiten der Mahlzeiten. Bei der Elementolympiade geht es darum, in Zweier-Teams verschiedene Aufgaben zu meistern, wie z.B. Erdtransport mit einem Löffel im Mund, gemeinsames Luftmatratze aufblasen oder Schätzen von einem Kilo Erde. Alle Aufgaben können nur als Team gelöst werden.

Trotz „durchwachsendem“ Wetter haben wir jede Menge Spaß im Schwimmbad von Bendorf-Sayn. An dem Abschlusstag erfolgt ein Besuch bei einem Pfadfinderstamm aus Haßloch, die wir bereits am Tag unserer Anreise kennenlernten. Gemeinsam gestalten wir spontan einen gemeinsamen Nachmittag. Die kleinen und großen Pfadfinder können voneinander neue Pfadfindertechniken sowie den richtigen Umgang mit Beilen lernen. Es werden Adressen ausgetauscht, um sich in der Zukunft zu besuchen.

Am letzten Abend kommen ein paar ältere Pfadfinder zu Besuch und das Lager klingt am Lagerfeuer mit einer Singerunde aus.

Bericht von Catrin Brust

Großfahrt Schweden / Norwegen (2011)

Großfahrt Schweden / Norwegen 2011

Freitag, 22.07.11    06.30 Uhr Treffen Koblenz Hbf
07.12 Uhr Abfahrt Richtung Hamburg
Samstag, 23.07.11    ca. 18 Uhr Ankunft in den Fahrtengebieten
Dienstag, 02.08.11    Ankunft auf dem Håneset Campingplatz in Røros, Norwegen
Samstag, 06.08.11    12.46 Uhr Ankunft Koblenz Hbf und Abholung durch Eltern

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Herbstlager „World of Pfadis“

Herbstlager „World of Pfadis“

16. bis 18. September 2011

Am Freitag den 16. September war es mal wieder so weit: die Dieblicher Pfadfinder trafen sich um ein spannendes Wochenende voller Action zu erleben. Die 58 großen und kleinen Pfadfinder machten sich auf den Weg ins Kerbestal im Dieblicher Wald.

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Schon auf ihrem Weg zum Lagerplatz begann ihr Abenteuer, das diesmal ganz unter dem Motto „World of Pfadis“ stand. Sie wurden von einem alten, weißbärtigen Mann mit grauem Haar und seinem affigen Gefährten empfangen, die sie zu ihrem Lagerplatz geleiteten. Als sie dort ankamen, wurden die Zelte aufgebaut, um sich dann in gemütlicher Runde beim Abendessen zu stärken. Bei Einbruch der Dunkelheit machten sich die Treverer, nun, eingeteilt in die vier Völker Bergtrolle, Zwerge, Riesen und Gnome, zu einer Nachtwanderung auf, deren Pfad ihnen von Kerzen am Wegesrand erleuchtet wurde. Im Schein einer Fackel fanden sie einen Brief, der sie in ihre Aufgaben für die nächsten zwei Tage unterwies. Dieser berichtete ihnen, dass vor genau 99 Jahren und 362 Tagen die vier Völker der „World of Pfadis“  in Streit ausbrachen, wobei deren Wappen, das die Völker darstellte, auseinanderbrach. Am Sonntag sollten 100 Jahre vorüber sein. Das Wappen musste wieder zusammengesetzt werden, damit die Lebenskraft der Bewohner der „World of Pfadis“ nicht verloren ging! Doch dies würde nur gelingen, wenn jedes Volk seinen Mut und seine Stärke unter Beweis stellen könnte! Voller Tatendrang ging es zurück zum Lagerplatz, wo man den Abend in einer Singerrunde ausklingen ließ.

Am nächsten Morgen trafen sich die noch etwas verschlafenen Völker bereits in der nebligen Frühe gegen acht Uhr, um den neuen Tag mit einer Morgenrunde zu beginnen. Wie üblich unter Pfadfindern wurden hier die müden Geister durch Spiele und Spaß in Schwung gebracht. Doch wer viel vor hat muss auch gut essen, also gab es erst mal ein ausgiebiges Frühstück. Es sollte ein langer, anstrengender Tag werden.

Mit Lunchpaketen ausgerüstet, machten sich die Gruppen auf, um die Aufgaben und Hindernisse eines Waldlaufs zu bezwingen. An acht Stationen ging es darum, seine Teamfähigkeit, Geschicklichkeit und Tapferkeit unter Beweis zu stellen. Von Dreibeinlauf über Gedichte Reimen bis hin zum Pyramidenbau gab es vielfältige und nicht immer einfache Aufgaben zu lösen! Nachdem alle Gruppen zum Lagerplatz zurückgekehrt waren, wartete der kulinarische Höhepunkt das Lagers auf die kleinen und großen Waldläufer: es gab Chili con Carne.
herbstlager_11 (24)Anschließend begaben sich alle Treverer im Fackelschein auf eine abgelegene Wiese. In alter Tradition finden so jährlich alle Verleihungen, Ehrungen und sonstigen offiziellen Anlässe einen angemessenen Rahmen. Die Freude war natürlich bei all jenen kleinen und großen Pfadis am größten, die im Laufe des Tages am Waldlauf oder weitab des Lagerplatzes ihre Prüfungen erfolgreich bestanden hatten. So wechselten zahlreiche Halstücher und Abzeichen den Besitzer, und somit die staubige Kämmereischublade mit einer stets stolz geschwellten Brust. Im Anschluss kamen alle glücklichen Pfadis in der Jurte zum „Bunten Abend“, für den alle Sippen und Meuten einen Programmpunkt erstellt hatten, zusammen. Es wurde noch ein lustiger Abend mit Spielen und Liedern bis tief in die Nacht.

Auch am Sonntagmorgen fand man sich um acht Uhr in der Morgenrunde wieder. Doch die Ruhe hatte bald ein Ende. Nach dem Frühstück begann das Geländespiel, bei dem sich alle vier Völker – trotz des Regens –  erfolgreich ihr Wappenteil zurück eroberten, um es danach wieder zusammenzusetzen. Die Freude war natürlich groß, denn der alte, weißbärtige Mann hatte die ein- oder andere Belohnung für die tapferen Pfadfinder geschickt.

Dann, am Nachmittag, wurden alle Kinder und Jugendlichen von ihren Eltern in Empfang genommen. Jeder hatte sicher seine ganz eigene Geschichte  von einem neuen abenteuerlichen Wochenende zu erzählen!

 

Herbstseminar auf Burg Balduinstein

Herbstseminar 2011 auf Burg Balduinstein

(7. bis 11. November 2011)

Balduinstein – ein kleines, verschlafenes, mit gleich zwei Burgen geschmücktes Dörfchen an der Lahn. Eine der beiden diente der „Lahn-Hafen-Stadt“ sogar als Namensgeber. Wenn auch heute nur noch als Ruine erhalten, beherbergt die Burg Balduinstein mit seinen Nebengebäuden in Form eines freien Bildungswerks mehr Menschen und damit mehr Leben als in den letzten 400 Jahren zusammen.

So sollte es auch vom 10. bis 13. November wieder zu Staus und Behinderungen in und um Balduinstein kommen, denn 90 Pfadfinder der Pfadfinderschaft Süddeutschland e.V. (kurz PSD), unter anderem auch 20 Dieblicher Pfadfinder, machten sich mit Schiff, Bus, Bahn, Auto und manch einer sogar zu Fuß auf den Weg zur Burgruine. Aber warum eigentlich?

In den Gemäuern der Balduinstein fand das diesjährige Herbstseminar statt. Übersetzt bedeutet das:

Einmal im Jahr trifft sich alles, was Wissen vermitteln, erlernen oder einfach nur ein tolles Wochenende verbringen will und dazu Gruppenführer der PSD war, ist oder irgendwann mal sein wird. Die ein oder anderen Freunde, Gastreferenten oder anderes wanderndes Volk waren und sind natürlich auch immer gern gesehen. Das bedingt natürlich ein breites Altersspektrum, das bei 14 Jahren begann und nach oben kaum Grenzen kennt.

Zum Stillen dieses gigantischen Wissensdursts stand ein reiches Angebot an Seminaren – dieses Mal über 30 an der Zahl – verschiedenster Art bereit. Auch hier sind Grenzen schwer zu definieren.

Begonnen bei politischen Diskussionsrunden zum Thema „Dagegen! Lohnt sich bürgerliches Engagement?“ über Koch- und Hexenküchenworkshops mit teils kulinarischem, teils kosmetischem Ergebnis bis hin zu musischen Schaffensgruppen unterschiedlichster Art und Workshops mit technischem oder wissenschaftlichem Anspruch trugen zum „Multi-Kulti-Flair“ des Herbstseminars bei. Zeitlich wurde dieses highlightgespickte Programm in insgesamt fünf Zeitblöcken von Freitag bis Sonntag der Öffentlichkeit präsentiert. Räumlich bot die Burg mit ihren zahlreichen Gemächern natürlich einen prachtvollen Rahmen.

Als absoluten Höhepunkt kann man sicherlich den Auftritt der Band „Schäng Blasius Flönz Rakete“ am Samstagabend mit viel Spaß und Tanz bis spät in die Nacht bezeichnen.

Wie schon an den vorangegangenen Abenden beherbergte der kaminbeheizte Gewölbekeller die sangesfreudigen Nachtschwärmer auch noch lange nachdem das letzte Tanzbein zur Ruhe gekommen war. So stellt sich ein Pfadfinder einen gelungenen Abschlussabend vor!

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Nach Abschluss des letzten Programmblocks am Sonntagvormittag sollte also das Herbstseminar langsam ausklingen. Nach gemeinsamem „Putz-und-Pack“, ganz nach Baden-Powells (Gründer der weltweiten Pfadfinderbewegung) Grundsatz „verlasse jeden Ort ein Stückchen besser als du ihn vorgefunden hast“ (sinngemäß) kam, das was kommen musste.

In der gemeinsamen Abschlussrunde bedankten sich letztlich alle beieinander für ein beispielhaft schönes Herbstseminar und versprachen ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Spannend, wohin es dann gehen wird.

Bericht von Manuel Dany (Wooki)

Schneekohtenfahrt

Schneekothenfahrt der Dieblicher Pfadfinder

(27. bis 29. Dezember 2011)

Auch dieses Mal bewiesen die Dieblicher Pfadfinder auf ihrer alljährlichen Schneekothenfahrt (die Kothe ist das traditionelle Zelt der Pfadfinder), dass zu einer gelungenen Wanderung nicht zwangsläufig warmes Sommerwetter gehört:

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Acht hartgesottene Pfadi`s machten sich zwischen Weihnachten und Neujahr dick eingepackt auf den Weg, um den auch im Winter höchst bewundernswerten Westerwaldsteig zu erkunden. Während so manch Anderer träge vor dem Kamin saß, lernte die Gruppe beim Wandern nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auch die ein oder andere Annehmlichkeit der heutigen Lebensweise zu schätzen. Mit einiger Mühe musste aus nassem Holz Feuer entfacht werden, bevor eine Suppe gekocht werden konnte. Abends jedoch ließ eine schöne gemeinschaftliche Singerunde in der von Kerzen beleuchteten Kothe alle Sorgen vergessen.

So ließen die Pfadfinder gemeinsam das Jahr ausklingen.

Bericht von Manuel Dany (Wooki)