Archiv der Kategorie: Aktivitäten 2013

Alle Aktivitäten aus dem Jahr 2013

Sternsingeraktion 2013

“Segen bringen, Segen sein” Sternsingeraktion in Dieblich

Gemeinsame Sternsingeraktion der Dieblicher Pfadfinder und Kindern der Grundschule

am 6. Januar 2013.

Sternsinger aus Dieblich - Kopie

Als Könige Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet sind Jahr für Jahr über eine halbe Million Kinder und Jugendliche mit viel Ausdauer unterwegs und tragen den Segen in die Häuser der Gemeinden – so auch in Dieblich.

Nach einer gemeinsamen Aussendungsfeier in der Kirche St. Johannes Ap., Dieblich machten sich die Sternsingerinnen und Sternsinger in insgesamt 11 Gruppen auf den Weg, um Spenden für Hilfsprojekte in der ganzen Welt zu sammeln.

Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein“ hat die Sternsingeraktion, die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder, in diesem Jahr die Gesundheit der Kinder ins Zentrum gestellt.

Der Erlös der Sternsingeraktion, die traditionell auch 2013 von den Dieblicher Pfadfindern und Kindern der Grundschule durchgeführt wurde, beträgt 3.300 Euro.

Meutenwinterlager im Brexbachtal

Dieblicher Pfadfinder entdecken China neu

(22. bis 24. Februar 2013 – Waldheim Bendorf-Sayn)

32 Kinder des Dieblicher Stammes Treverer und des Ahrweiler Stammes Schwarzer Adler verbrachten ein gemeinsames Wochenende.

Beim diesjährigen Meutenwinterlager der Dieblicher Pfadfinder im Bendorf-Sayner Waldheim stand alles unter dem Motto „China“. Zusammen mit einem befreundeten Pfadfinderstamm aus Bad Neuenahr-Ahrweiler stürzten sich die jungen Wölflinge in ein spannendes Abenteuer und lernten die Gebräuche und Sitten Chinas besser kennen.

Auch das Essen wurde entsprechend umgestellt, so hatte die Küche alle Hände voll zu tun, um die exotischsten Gerichte zu zaubern. Und um das Festmahl gebührend zu ehren, wurde sogar mit Stäbchen gegessen.

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Viele wichtige Hinweise und Informationen über das Land mussten gesammelt werden, damit der „entführte Kaisers von China“ wiedergefunden wurde.
So fand dieses kurzweilige Wochenende ein viel zu frühes Ende, alle wären gerne noch im Land der Mitte geblieben.

Alexander Duval

Sippenwinterlager in Zeltingen

Sippenwinterlager der Dieblicher Pfadfinder

vom 1. bis zum 3. Februar 2013 in Zeltingen

Am Freitag, den 01.02.13 brachen die Sipplinge (Kinder und Jugendliche ab der 5. Klassenstufe) und ihre Leiter des Pfadfinderstammes Treverer pünktlich zu ihrem alljährlichen Winterlager auf.

Vom Bahnhof Kobern-Gondorf ging es mit Regionalbahn nach Wittlich, von wo wir unsere Reise per Bus nach Zeltingen-Rachtig fortsetzten. Gegen halb sechs erreichten wir das Heim eines DPSG-Pfadfinderstammes. Hier erwarteten uns bereits befreundete Pfadfinder, die „Schwarzen Adler“ aus Bad-Neuenahr-Ahrweiler.

Gemeinsam wurde das Lager, welches unter dem Motto „Indianer“ stand, eröffnet. Nach dem Abendessen gingen wir an diesem Tag jedoch rasch ins Bett, da uns um vier Uhr morgens ein spannendes Geländespiel bevorstand.

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Nachdem bis zur Frühstückszeit alle gestohlenen Marterpfähle wieder beschafft worden waren, holten wir auch ein paar fehlende Stunden Schlaf nach.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit anderen „indianischen Traditionen“. So bauten wir ein Tipi, bemalten und gegenseitig mit unseren Stammesfarben und trieben unsere Bisonherden wieder zusammen. Am Abend versammelten wir uns alle zum „großen Palaver“, bei dem geistreiche Reden gehalten wurden und wir die Marterpfähle der zuvor einzelkämpferischen Indianerstämme zu einem großen Pfahl vereinigten.

Am nächsten Tag hieß es schon Abschied nehmen von unseren Freunden aus Ahrweiler und von dem gemütlichen Pfadfinderheim in Zeltingen-Rachtig.

Viel zu schnell verging dieses schöne Wochenende voller Abenteuer und Spaß – verbracht mit alten und auch neuen Freunden. Wir erinnern uns gerne zurück, freuen uns jedoch schon auf die nächsten großen Pfadfinderaktionen, wie z. B. unser Bundeslager am Pfingstwochenende.

Bericht von Lea Heinz und Lukas Becher


Basislehrgang im Nettetal

Gruppenleiterschulung 2013 vom 27. März bis 3. April

(Ruitscher Mühle im Nettetal)

 Vorab zur allgemeinen Situation: Pfadfinder-Basislehrgang Ostern 2013 – neue, unbekannte Menschen – zweieinhalb Tage Wanderung durch „Hardcore-Wetter“ für die Teilnehmer – Schulungsräumlichkeiten im „mobilfunk- und somit auch internetfreien“ Nette-Tal – einfache Gruppen-Unterbringung mit Ofenheizung und Iso- Matte/Schlafsack – ungewohntes, aber nahrhaftes Essen (nicht von Muttern) – tagsüber je zwei Schulungsblöcke und abends Singerunde auf der Iso-Matte – zwischendurch diverse Ordnungsdienste – das fordert und vor allem fördert den ganzen Menschen… und das nicht nur geistig sondern auch körperlich.

Da es unserem Verein ein großes Anliegen ist, unsere Gruppenleiter für ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen gut vorzubereiten, findet jedes Jahr eine Gruppenleiterschulung, der sogenannte Basislehrgang, statt. Dieser wird von erfahren Gruppenleitern und teilweise ehrenamtlichen Pädagogen unseres Bundes, der Pfadfinderschaft Süddeutschland (PSD), geplant und durchgeführt. So startet unser Lehrgang mit einer zweieinhalbtätigen Wanderung in Fünfer-Gruppen. Je ein bunt zusammen gewürfelter Haufen startete in Bad Breisig sowie in Cochem. Fünf fremde Menschen mit all ihrer Individualität standen nun vor der Herausforderung, in zweieinhalb Tagen zum Schulungsort in Ruitsch bei Polch zu gelangen.

Dort warteten dann die verschiedensten Seminare auf die Teilnehmer, wie z. B. „Planung und Durchführung der wöchentlichen Gruppenstunden“, „das Dschungelbuch“ als Grundlage für die Arbeit mit Grundschulkindern, „Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen ab der 5. Klasse“, „Recht, Haftung, Aufsichtspflicht“, „Lehr- und Lernmethoden“, „verhaltenskreative Kinder“, „Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit“, „Geschichte der Pfadfinder/ Jugendbewegung“ sowie „Führungsstile und deren Auswirkungen“.

Ein Lehrgangsteilnehmer berichtet wie folgt:

„Nachdem wir schließlich alle in Koblenz am Bahnhof angekommen waren, wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt. Wir suchten uns eins von drei Zielen aus und entschieden, was wir alles an Material mitnehmen wollten.

Da wir bis zur Abfahrt unseres Zuges noch fast eine Stunde warten mussten, nutzten wir die Zeit zum Einkaufen. Nach der 48-minütigen Zugfahrt nach ging es erstmal bergauf, wobei wir einige noch steilere Abkürzungen nahmen. Es wurde langsam dunkel, also mussten wir uns langsam einen Unterschlupf suchen. Wir hatten Glück – auf einem Bauernhof bot uns ein nettes Paar, einen Platz zum Schlafen unter einem Carport an. Wir freuten uns sehr und bastelten kreativ noch eine Konstruktion, um das ganze noch etwas winddichter zu machen. Die Frau brachte uns Suppe, Brötchen und eine Tafel Schokolade und anschließend gingen wir nach dem langen Tag schlafen.

Am nächsten Morgen wurden wir zum Frühstücken ins Haus eingeladen, worüber wir uns sehr freuten. Wir wärmten uns auf und konnten uns sogar waschen. Um ca. 11 Uhr machten wir uns auf den Weg und wanderten los. In einem kleinen Dorf tauschten wir unseren Apfel gegen eine Dose Erbsen und Möhren. Wir wanderten von Dorf zu Dorf über Felder, durch Wälder und an Straßen entlang bis wir schließlich an unserem Tagesziel ankamen. Wir konnten unser Glück kaum fassen, als eine Familie, uns ein warmes Gästezimmer zur Verfügung stellte! Später luden sie uns noch zum Abendessen ein, was dazu führte, dass wir die Hälfte unseres eingekauften Essens mit nach Ruitsch schleppten.

Nach einer vergleichsweise langen Nacht frühstückten wir und machten uns auf den Weg. Wir wanderten einen schönen Radweg entlang, der mehr oder weniger direkt zu unserem Ziel führte und auf dem man sich eigentlich nicht verlaufen oder sonst etwas falsches machen konnte – außer in die falsche Richtung zu laufen – was wir natürlich machten. Wir landeten in Münstermaifeld statt in Polch! Nach dieser Aktion waren wir alle unglaublich motiviert und liefen in die entgegen gesetzte Richtung weiter. Zu unserem großen Glück nahm uns ein Auto mit nach Polch und wir hatten nur noch wenige Kilometer vor uns. Jetzt waren wir wieder hoch motiviert und kamen schließlich an unserem Ziel an: die Ruitscher Mühle im Nettetal.

Die Seminare waren alle sehr informativ und interessant. Wir lernten in verschiedenen Bereichen der Gruppenführung alles, was man so wissen sollte und muss. Die Seminare waren kreativ gestaltet und mit viel Praxis, Spielen und Experimenten verbunden, sodass zum Beispiel ein Thema wie „Recht, Haftung und Aufsichtspflicht“, welches eher theoretisch und nicht besonders spannend oder interessant klingt, zu einem der Seminaren wurde, das am meisten Spaß machte. Wir wurden in schwierige Situationen, in die man als Gruppenführer kommen kann, versetzt und mussten versuchen, das Problem möglichst geschickt zu lösen. Anschließend besprachen wir in der Runde, was wir gut machten und wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gab. Manchmal zogen sich die Seminare etwas in die Länge, aber schließlich waren wir gekommen, um zu lernen. Insgesamt waren jedoch alle Seminare sehr lehrreich, wir waren auch überrascht wie interessant sie waren und freuten uns dass sehr viel Theorie durch Praxis ergänzt wurde. Am Ende des gesamten Lehrgangs gab es noch ein kleines Heftchen, in dem alles Wichtige zusammengefasst war, damit wir nicht alles wieder vergessen.“

So ging eine spannende, spaßige, erlebnis- aber vor allem auch lehrreiche Woche sehr schnell vorüber.

Alle Lehrgangsteilnehmer können positiv und stolz auf diese tolle Schulungswoche zurückblicken und ihre dort gewonnen Fähigkeiten sicherlich in den künftigen Gruppenstunden und bei den nächsten geplanten Aktionen einsetzen und weiter ausbauen. Das Ausbildungssteam der PSD jedoch hat schon längst mit den Planungen für die Schulungen im nächsten Jahr begonnen….

Bericht von Catrin Brust und Adam Cowen

Sippenhaik Karibu

Sippenhajk der Sippe Karibu des Stammes Treverer

vom 3. bis zum 5. April 2013

Am Mittwoch, den 03. April 2013 machten sich fünf mutige Sipplinge der Sippe Karibu (Kinder der 7. Klasse) trotz ungünstiger Wetterprognose mit ihren Gruppenleitern auf den Weg in die Eifel, um drei Tage wandern und zelten zu gehen.

Von Schalkenmehren aus startete die Gruppe in Richtung der wunderschönen naheliegenden Maare, tiefe Seen, die aus alten Vulkankratern entstanden sind. Dabei ließ sich ihre gute Laune auch weder von dem leichten Schneefall vertreiben, noch von vereisten Wegen.

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Nach einigen (Ver-)Irrungen gelangten sie schließlich in ein Tal, wo sie an dem kleinen malerischen Fluss Lieser entlang wanderten, der außerdem Habitat zahlreicher Mikroorganismen ist, wie eine andere Hajkgruppe vor zwei Jahren feststellen durfte.

Am Abend kochten die Kinder auf offenem Lagerfeuer Suppe, die die inzwischen Verfrorenen angenehm wärmte. Die Anstrengungen des ersten Wandertags trieben die meisten aber zeitig in die Schlafsäcke, die in dem traditionellen schwarzen Pfadfinderzelt, der Kothe, bereitlagen.

Die Nacht verbrachten die Karibus nach Absprache mit dem Ortsbürgermeister von Brockscheid in einer Grillhütte, die sie nach fleißigem Holzsammeln einheizten. So konnten sie erneut über dem Feuer kochen und sich bei der anschließenden Singerunde einige Tassen Tee gönnen. Der wolkenlose Himmel und die Dunkelheit der Umgebung ermöglichte auch das Sterne-Gucken, wobei nicht nur die Himmelsrichtung mithilfe des Nordsterns bestimmt wurde, sondern auch einige Sternbilder gesichtet wurden. Den mythischen Geschichten, die zu den Bildern gehörten, durften die Kinder kurz vorm Einschlafen in ihrer Hütte lauschen.

Den folgenden Tag begann die Gruppe mit der Besichtigung der Glockengießerei in Brockscheid. Kinder wie Gruppenleiter bewunderten die schönen, großen Bronzeglocken, aber auch die unglaublich aufwendige Handarbeit, die für die Herstellung eben dieser notwendig war. Statt industrieller Massenproduktion, der man heute in fast allen Lebensbereichen begegnet, fanden sie hier Einzelstücke vor, die viel Aufmerksamkeit, Geschick und Präzision verlangten.

Nun wanderte die Gruppe in einem Endspurt zurück nach Schalkenmehren, von wo wir die Rückfahrt nach Dieblich antraten.

Auch wenn sich alle als erstes nach dem eigenen, warmen Bett sehnten oder nach einer heißen Dusche, denke ich, dass wir alle etwas von dieser Fahrt mitgenommen haben: Alle Kinder erlernten den Umgang mit Kompass und Karte; manch einer weiß nun, wie man Lauchsuppe kocht, ein anderer perfektionierte das Feuer-Machen und kennt die Brenneigenschaften von Nadelholz, ein dritter hat keine Angst mehr vor Kälte, weil er jetzt weiß, wie er sich warm halten kann.

Und wir alle haben als Freunde eine tolle Fahrt zusammen erlebt, die Einfachheit des Lebens geschätzt und viele Zitate und Erinnerungen mitgenommen. Ich hoffe, dass wir alle noch viele andere schöne Wanderungen erleben werden.

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Bericht von Lea Heinz.

 

 

 

 

 

Bundeslager in Hauenstein

Neues aus Sherwood-Forest

(Pfingstlager vom 17. bis 20. Mai 2013 in Hauenstein)

Flüge nach England sind teuer, die Jugendarbeit in Deutschland unterfinanziert, doch für Pfadfinder aus ganz Süddeutschland ist das kein Problem.

Man nehme den bei Nottingham gelegenen Sherwood-Forest, verlege ihn ca. 1000 km in Richtung Südosten in die Pfalz nahe Hauenstein und reise ca. 900 Jahre ins späte Mittelalter: Schon wird die Truppe von und mit Robin Hood und der grässliche Shames von Nottingham, seines Zeichens ruchloser Sheriff, lebendig.

Pfadis haben jede Menge Spass

Auf eben jene Reise begaben sich ca. 250 Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Pfadfinderschaft Süddeutschland und des Pfadfinderbund Antares über Pfingsten. Aus insgesamt sechs verschiedenen Winkeln, namentlich Bad Neuenahr-Ahrweiler, Dieblich, Bruchsal, Karlsruhe, Waldbronn und Oberkirch, machten sich die bis zum Bersten gespannten Pfadis am 17. Mai 2013 auf den Weg in die Pfalz.

Dummerweise wurde neben dem englischen Wald auch das englische Wetter mit in die Pfalz gebracht. Der erste, dementsprechend verregnete Anreisetag stand natürlich nach anstrengendem Weg per spätmittelalterlichem Dampfross ganz unter dem Motto „Zeltaufbauen schnell gemacht – sonst wird der Hintern nass in der Nacht“.

Doch der Samstag sollte alle Befürchtungen über den Haufen werfen. Schon nachts klarte es auf und ein strahlender Tag begrüßte die Bewohner des mittelalterlichen Städtchens. Kaum den Schlaf aus den Augen gerieben, trafen sich alle Pfadis in großer Runde zur Lagereröffnung. Die holde Lady Marian, als Vertretung für König Richard Löwenherz, begrüßte alle Pfadfinder herzlich. Doch sie wurde jäh durch den Sheriff unterbrochen, der brüllend und polternd eine Steuererhöhung ankündigte. So blieb den Bewohnern nichts anderes übrig, als in Workshops Güter herzustellen, mit denen sie die Steuerschuld begleichen könnten. Es wurden Bögen, Lederembleme, Hirschgeweihe und vieles mehr gebastelt, das die Händler der Stadt gerne abkauften. Doch wie es eben mit grässlichen Sheriffs so ist, stahl er mit seinen Schergen die erwirtschafteten Goldmünzen in der Mittagspause der fleißigen Arbeiter. Zu allem Überfluss hinterließ er Briefe, die die Bürger gegeneinander aufbrachten. Jeder dachte, er wäre vom Anderen bestohlen worden. Der Konflikt wurde am Nachmittag, angeleitet durch König Richards Schiedsrichter, im fairen Geländespiel ausgetragen. Gott sei Dank trat währenddessen Robin Hood auf den Plan, der die Intrige des Sheriffs aufdeckte. So konnte der Abend in friedlicher Singerunde verbracht werden. Oder doch nicht? Der hinterlistige Shames musste noch einen drauf setzen: Er entführte Lady Marian aus der versammelten Gemeinschaft der Bürger, um sie zu heiraten und selbst König Richards Thron zu besteigen. Geschockt verschwanden alle müde im Schlafsack.

Der neue, nun doch englisch verregnete Tag, forderte nach einem Plan. Alle waren gewillt, sowohl die gestohlenen Steuergelder als auch Lady Marian aus den Fängen des Sheriffs zu befreien.

Ein solches Vorhaben bedarf natürlich einiger Vorbereitung. So gab es am Vormittag viele Stationen – vom Bogenschießen über Balkenkampf bis hin zum Hindernisparcours – in denen die Mittelalterpfadis ihre Eigenschaften zum Kampf gegen Shames den Schrecklichen trainieren konnten.

Doch es kam, wie es kommen musste: Shames blies kurz nach Mittag zum Angriff, doch die Bürger konnten sich gegen die Schergen verteidigen.

Zudem unterlief Shames ein gravierender Fehler: Seine fiesen Helferlein verloren im Kampf eine Karte, die Ort und Zeit eines Geldtransports und Lady Marians Aufenthaltsort offenbarten.

Die Dorfbewohner waren natürlich nicht mehr zu halten. Nach kurzer Stärkung ging der ganze Tross auf Sheriff-Jagd. Angeführt von Robin Hood und mit göttlichem Beistand durch Bruder TickTrick und Bruder UndTrack war die Flucht des Sheriffs nicht von langer Dauer. Marian und der verlorene Schatz konnten nach kurzer Zeit siegreich in die Stadt gebracht werden. Gekrönt wurde dieser Erfolg durch die abendliche Hochzeit von Lady Marian und Sir Robin Hood. Das Königreich war gerettet.

Der Montag barg, nach durchfeierter Nacht, nach längeren Abbauarbeiten – wie immer – den Abschiedsschmerz der Pfadfinder. Die meisten werden sich wohl ein Jahr bis zum nächsten Wiedersehen gedulden müssen. Doch das ist ja auch irgendwie das Schöne daran. Das nächste tolle Lager kommt bestimmt und dieses war sicherlich ein außergewöhnlich schönes Exemplar.

Bericht von Manuel Dany (Wooki)

Sippentruppaktion Kletterwald

Dieblicher Pfadfinder im Kletterwald

(7. August 2013 – Bendorf-Sayn)

Mitten im Wald warten 16 individuelle Parcours mit 130 Stationen aus Seilen und Hindernissen hoch in den Bäumen darauf, von Ihnen erklettert zu werden. Das macht nicht nur enormen Spaß, sondern trainiert auch Körper und Geist: Es fördert Geschicklichkeit und Gleichgewicht, steigert das Selbstbewusstsein, bringt Mensch und Natur in fantastischen Einklang. Und eine gute Portion Nervenkitzel ist auch dabei. Erleben Sie es selbst!

An einem sonnigen Ferientag machten sich vierzehn junge Sipplinge und Gruppenleiter auf zu einem Ausflug der besonderen Art: Nein, kein Lager oder Wanderung sollte es sein, sondern eine Tour nach Sayn zu dem mitten im Wald gelegenen Kletterpark. Auf die Pfadfinder warteten hier sechzehn verschiedene Parcours, die in großer Höhe von Baum zu Baum gespannt waren, bestehen aus Seilen, Holz und vielen Hindernissen.

Jeder Parcours war nach einem anderen Gebirge benannt, zum Beispiel „Alpen“ oder „Himalaya“, deren Höhe gleichzeitig den Schwierigkeitsgrad angab. So konnten die Kinder selber wählen, welchen Hindernissen sie sich stellen wollten und ihre Geschicklichkeit und ihren Gleichgewichtssinn trainieren. Und mit Freunden zusammen zu klettern, macht dann ja auch noch mal doppelt so viel Spaß! Zwischendurch ruhte man sich auf den Zwischenstationen an einen der Bäume gelehnt von den Anstrengungen aus.

Trotz alle dem Nervenkitzel bestand dank dem hervorragenden Sicherheitssystems des Kletterwaldes zu keiner Zeit die Gefahr abzustürzen.

Nach zwei Stunden intensivem Klettern picknickten die Pfadfinder in aller Ruhe im Schatten der vielen Bäume, um anschließend noch einmal mit gestärkten Kräften die Parcours anzugehen.

Am Ende des ereignisreichen Tages verließen alle den Kletterwald nicht nur mit ermüdeten Gliedern, sondern auch mit einem gestärkten Selbstbewusstsein, das die Überwindung der eigenen Ängste mit sich gebracht hat.

Bericht von Lea Heinz.

Meuten-Sommerfahrt zur Burg Waldeck

Meuten-Sommerfahrt zur Burg Waldeck

(20. bis 24. Juli 2013 im Baybachtal)

„Ach, du schönes Baybachtal!“ So lautet nicht grundlos der Refrain eines viel gesungenen bündischen Liedes, denn genau das durften neun junge Pfadfinder zwischen sieben und elf Jahren des Stammes Treverer aus Dieblich erleben.

Am 20.07. machten sie sich mit ihren Betreuern in Burgen an der Mosel auf, um die „Geheimnisse des Baybachtals“ zu entdecken, die schon Werner Hellwig vor knapp hundert Jahren in seinem gleichnamigen Buch beschrieb.

Unter dem Motto „Nils Holgersson“ erreichte die Gruppe der Wildgänse nach einer dreitägigen Wanderung durch das Baybachtal schließlich die Burg Waldeck, welche Schauplatz und Erinnerungsmal der hundertjährigen Geschichte der Jugendbewegung ist.

Auf der Wanderung wurden allerlei Abenteuer erlebt; so wurde viel über die Flora und Fauna des Hunsrücks gelernt, Abkühlung im Baybach gesucht, gesungen, gelacht und gespielt und nicht zuletzt die gemeinsame Reise der Wildgänse mit Nils Holgersson bestritten.

Unterwegs in herrlicher Landschaft

Auf der Burg angekommen erkundeten die jungen Pfadfinder in einem dreitägigen Standlager das Gelände der Burg, genossen die Ausblicke in den schönen Hunsrück und verbrachten einen erlebnisreicher Nachmittag in der alten Burgruine, die schon zu Beginn des 13. Jahrhunderts erbaut wurde.

Am 24.07. kehrte die Wandergruppe nach Hause zurück und jeder einzelne hatte sicher eine eigene ganz besondere Geschichte aus den vergangenen Tagen zu berichten.

Bericht von Nele Ahrling

Sommerfahrt – Mecklenburgische Seenplatte

Sommerfahrt begeisterte Dieblicher Pfadfinder

(3. bis 17. August 2013 auf der Mecklenburgischen Seenplatte)

Die diesjährige Sommerfahrt der Dieblicher Pfadfinder ging zur Mecklenburgischen Seenplatte zum Kanufahren.

Die Fahrt war gespickt mit vielen Abenteuern und Überraschungen, wie bereits am ersten Tag, als die Pfadfinder nach einer siebzehnstündigen Zugfahrt erst noch eine Stunde bis zum Campingplatz laufen mussten. Als sie dann endlich ankamen, fielen sie nur noch ins Bett (bzw. Schlafsäcke).

Am nächsten Morgen setzten sich die Dieblicher Pfadfinder voller Motivation in ihre Kanus und fuhren los. Doch schon nach kurzer Zeit merkten sie, dass drei der schwächsten Pfadfinder in einem Boot keine gute Idee war. Denn als schon alle anderen Boote warteten, war das siebte Boot noch ganz am Anfang. Danach machten sie die Bootseinteilung neu und die klappte so gut, dass sie sogar 25 Kilometer an diesem Tag schafften. Die Tage danach waren etwas „gechillter“. Die meiste Zeit fuhren wir nur 10 Kilometer am Tag.

Einige der Sipplinge mussten noch Nachprüfungen für ihre „3.-Grad-Probe“ bestehen. (Bei dieser Prüfung lernt man verschiedene Dinge wie z. B. Kompass und Karte zu lesen)

Dies machten sie auf den Booten, was ziemlich witzig war. Nach einigen Tagen hatten es auch alle geschafft und sie bekamen von der Stammesführung das „3.-Grad-Halstuch“ verliehen. Es war ein sehr feierlicher Augenblick für alle diese Sipplinge.

Dieblicher Pfadfinder auf SommerfahrtWie auf fast jeder Sommerfahrt hatten wir einen Tag, an dem wir nicht gefahren sind. In diesem Jahr machten sie ihn in Fürstenberg an der Havel. Dort teilten sie sich in verschieden große Gruppen auf und gingen nach Fürstenberg rein. Einige waren im Netto und kaufen sich Sachen zum Essen. Andere kauften sich Postkarten oder Souvenirs. Nachdem sie alle wieder da waren, gab es für alle ein Eis. Am nächsten Tag fuhren sie erst nach dem Mittagessen weiter. Davor fuhren einige Pfadfinder zur KZ-Gedenkstätte Ravensbrück – und wie es kommen musste, kenterte auf diesem Weg ein Boot, wobei auch eine Flasche versank und alle klitschnass waren.

Andere jedoch blieben im Lager. Dort spielten sie Karten, machten Musik oder faulenzten einfach nur in der Sonne. Leider gab es in manchen Seen Blaualgen, wo man krank von wurde, und so lagen manche auch nur krank im Zelt, doch zum Glück ging es ihnen nach kurzer Zeit schon wieder besser und sie konnten weiter fahren.

Von Fürstenberg aus fuhren sie wieder zurück nach Mirow, wo das Standlager war. An ihrem letzten Tag gab es am Abend HAMBURGER, was für ein Pfadfinderlager reiner Luxus ist. Die Burger waren so lecker, dass die letzten Burger fürs Spülen/Nackenmassieren/etwas-Peinliches-tun und Nachtwache versteigert wurden.

Und am letzten Tag gab es noch eine schöne lange Singerunde und alle waren gut drauf. ENDE

Bericht von Henriette Reinders

Herbstlager “Urwald”

Herbstlager “Urwald”

(13. bis 15. September 2014)

Für das diesjährige Herbstlager der Dieblicher Pfadfinder sollte es in den „Urwald“ gehen.

Da dieser aber immer schwerer aufzufinden ist, die jüngsten Teilnehmer erst sechs stolze Jahre zählten und es im Regenwald immer so viel regnet, reichte es nur für den Lagerplatz im Dieblicher Kerpestal

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Doch im direkten Vergleich war dieser für die rund 50 Abenteurer mehr als ausreichend: Es gab viel zu entdecken, lustige Charaktere und laut Wetterstation gab das Dieblicher Kerpestal an diesem Wochenende sogar mehr Niederschlag als der Regenwald her. Somit also die besten Vorraussetzungen für das alljährliche Herbstlager.

Der berühmte Urwaldforscher Professor Doktor Hobby von und zu Bobby, der die Kinder zu seiner Urwaldexpedition eingeladen hatte, empfing die Teilnehmer und machte sie mit den für einen Urwaldbewohner überlebenswichtigen Grundlagen vertraut. Kaum eingewiesen, ging es auch schon los: Verschiedene „Gorilla- und Indianervölker“ nahmen die Pfadfinder auf und zeigten ihnen die Schönheiten des Kerpes-Urwaldes. So verging die Zeit rasend schnell, sodass die Völker die bösen Absichten des, in Wahrheit grausigen, Forschers Hobby von und zu Bobby fast übersehen hätten. Wäre da nicht Tarzan gewesen, der sie in letzter Minute aufklären konnte.

Dank der schlechten Wetterbedingungen, der gewonnen Urwaldkenntnisse und dem rettendem Hinweis Tarzans, gelang es den Kindern gemeinsam, den Forscher ein für alle Mal in die Flucht zu schlagen und dadurch den (Dieblicher) Urwald zu retten!

Der letzte Abend des Lagers wurde in alter Tradition zu einem “Bunten Abend” gemacht, an dem die Kinder eigene kleine Theaterstücke und Lieder aufführten, was für die Förderung des Selbstbewusstseins immens wichtig ist!

Am Ende des Wochenendes wurden alle Eltern zum “Tag der offenen Zelte” eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen schauten sie sich ein Pfadilager von Nahem an.

Bericht von Jens Cowen.

Meißner 2013

Meißner 2013

100. Freideutscher Jugendtag

Im Oktober 2013 trafen sich 3.500 Pfadfinder und Wandervögel zum 100-jährigen Jubiläum des Freideutschen Jugendtages am Fuße des Hohen Meißners und schlugen ihre schwarzen Jurten auf. Sie haben gesungen, getanzt und ihr Essen auf dem Feuer gekocht. Doch am meisten schwärmten sie von ihren Reisen in ferne Länder.

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Abenteuerreisen ohne Erwachsene von Andreas Brand

Meissner 2013 Ein Erfahrungsbericht0001 Meissner 2013 Ein Erfahrungsbericht0002

2. Grad-Probe Rheinböllen

Natur erleben und erlernen

(2. Grad-Probe Rheinböllen am 19. Oktober 2013)

Samstagsmorgens machten sich acht Dieblicher Pfadfinder noch vor Sonnenaufgang auf den Weg in den südöstlichen Hunsrück. Anlass hierfür war die 2. Grad-Probe, deren Herausforderungen sich vier der Pfadfinder stellen wollten. Diese Prüfung „für Fortgeschrittene“ erfordert ein vielfältiges Wissen rund um die Pfadfinderei, die Natur und das Leben in Einklang mit dieser.

Mit großzügigen Zeitabständen wurden die Teilnehmer also einzeln zu einem 25 km langen Waldlauf losgeschickt, ausgestattet mit einer Karte der näheren Umgebung, mit deren Hilfe sie sich auf dem unbekannten Weg orientieren konnten.

die Schönheit des Hunsrücks genießen

Der Pfad führte zunächst bergauf durch einen Mischwald, wo auch bald die erste Station des 2.Grad-Waldlaufs auf die Pfadfinder wartete: Baumkunde und Liedgut. Hier mussten sie ihr Wissen zu Baumbestimmung, Aufbau eines Baumes und ihrer Bedeutung für Natur und Mensch unter Beweis stellen, sowie ein tieferes Verständnis für die eigene Singekultur und die Bedeutung einiger Lieder.

Kurz darauf zeigten sie bei der zweiten Station, wie man im Ernstfall Erste Hilfe leistet oder kleine und größere Verletzungen behandelt, die bei Wanderungen oder auf Lagern keine Seltenheit sind. Dazu zählen zum Beispiel Blasen an den Füßen nach langem Laufen oder das weniger gefährliche Heimweh bei Kindern.

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Das Oktoberwetter meinte es an diesem Tag besonders gut mit den Dieblichern: Nach einigen Kilometern stahl sich die Sonne durch den Nebel und tauchte den herbstlichen Wald in ein warmes Licht. Zwischen all dem bunten Laub stachen immer wieder Pilze in allen Formen und Farben hervor, die den Pfadfindern die Gesellschaft vieler Pilzsammler bescherten.

Nach einem weiteren Marsch wurden die Teilnehmer auch in Orientierung abgeprüft, ein Thema, dessen Wichtigkeit für die vielen Fahrten, die die Pfadfinder unternehmen, nicht zu unterschätzen ist.

Auch das Wissen um die Planung von Fahrten und Lagern kam nicht zu kurz und wurde bei einem vierten Halt abgefragt. Schließlich folgte hier noch ein Gespräch über die Ursprünge der Pfadfinderei und Wandervogelbewegung. Die Prüflinge sollten nachvollziehen können, woher alte Traditionen stammen oder aber auch Werte und Weltanschauungen, die noch heute große Aktualität besitzen.

Leben und wandern im Einklang mit der Natur

Am Ende des Waldlaufs durften die Pfadfinder noch ihr Können im Zeltaufbau mit letzter Kraftanstrengung in der Praxis unter Beweis stellen.

Erschöpft und hungrig aßen alle zusammen noch eine warme Mahlzeit, die die Prüfer zur Freude der Teilnehmer vorbereitet hatten.

Bericht von Lea Heinz.