Bundesmeutenaktion: Indianer(er)leben in Bruchsal

Bundesmeutenaktion: Indianer(er)leben in Bruchsal

05. bis 07. Mai 2017

Vom 05. bis 07. Mai 2017 war es wieder soweit und die Zeltlagersaison der Dieblicher Pfadfinder wurde eröffnet. Dieses Jahr waren die Wöflinge und ihre Gruppenleiter die Ersten, die auf Reisen gingen. Wölflinge – das sei hier erklärend eingefügt – sind die wunderbar pfiffigen Kinder im Grundschulalter, die sich noch rein spielerisch in das Pfadfinderdasein entwickeln.

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Ihr Ziel war die Bundesmeutenaktion der Pfadfinderschaft Süddeutschland e.V. in Bruchsal, wo man sich mit sieben Pfadfindergruppen zum großen Indianerpalaver traf.

Noch am Freitag Abend ordneten drei weise Schamanen des großen Manitou jeden Wölfling im lodernden Fackelschein und mit Hilfe der hölzernen Knochen eines Prairiehuhns einem von drei ruhmreichen Indianerstämmen zu.

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Samstags ging es dann bei strahlendem Sonnenschein richtig zur Sache: Apachen, Sioux und Schoschonen verzierten Totempfähle, bastelten Indianerschmuck, bauten Tipis und lernten so das Indianerleben kennen. Bei Sonnenuntergang machten sich die Stämme dann auf den Weg zum großen Palaver. Doch – oh, Graus – hier lauerte noch der übermenschlich große schwarze Wongawonga, der schon über zweihundert Jahre nicht mehr gesehen wurde. Hier war guter Schamanenrat gefragt. Und die heilige Feder eines Phönix. Und ein gesungener Indianertanz.

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Das war selbst für den mächtigen Wongawonga zu viel und so schrumpfte er auf Zwergengröße. Nach dieser gemeinsamen Anstrengung ging es anschließend entspannt weiter zum großen Palaver im Feuerschein. Hier wurden mit weisen Worten und magischen Gesängen die Kriegsbeile zusammen geführt und damit auch die Stämme vereint. Auch der große Manitou bestätigte sichtbar dieses Bündnis seiner Menschen – hatte er doch in der Zwischenzeit auf wunderbare Art und Weise die drei Totempfähle vor dem großen Versammlungszelt zu einem einzigen zusammengefügt. Und so konnte der Samstag sieg- und sangesreich in einem riesigen Pfadfinderzelt enden.

Bundesmeutenaktion 2017 Gruppenbild 2Als man sich dann am Sonntag wieder trennen musste, weinte selbst der große Manitou über Stunden, was die Abreise einerseits etwas erschwerte – das Heimkommen andererseits jedoch erleichterte.

Michael Schneider