Herbstseminar auf Burg Balduinstein

Herbstseminar 2011 auf Burg Balduinstein

(7. bis 11. November 2011)

Balduinstein – ein kleines, verschlafenes, mit gleich zwei Burgen geschmücktes Dörfchen an der Lahn. Eine der beiden diente der „Lahn-Hafen-Stadt“ sogar als Namensgeber. Wenn auch heute nur noch als Ruine erhalten, beherbergt die Burg Balduinstein mit seinen Nebengebäuden in Form eines freien Bildungswerks mehr Menschen und damit mehr Leben als in den letzten 400 Jahren zusammen.

So sollte es auch vom 10. bis 13. November wieder zu Staus und Behinderungen in und um Balduinstein kommen, denn 90 Pfadfinder der Pfadfinderschaft Süddeutschland e.V. (kurz PSD), unter anderem auch 20 Dieblicher Pfadfinder, machten sich mit Schiff, Bus, Bahn, Auto und manch einer sogar zu Fuß auf den Weg zur Burgruine. Aber warum eigentlich?

In den Gemäuern der Balduinstein fand das diesjährige Herbstseminar statt. Übersetzt bedeutet das:

Einmal im Jahr trifft sich alles, was Wissen vermitteln, erlernen oder einfach nur ein tolles Wochenende verbringen will und dazu Gruppenführer der PSD war, ist oder irgendwann mal sein wird. Die ein oder anderen Freunde, Gastreferenten oder anderes wanderndes Volk waren und sind natürlich auch immer gern gesehen. Das bedingt natürlich ein breites Altersspektrum, das bei 14 Jahren begann und nach oben kaum Grenzen kennt.

Zum Stillen dieses gigantischen Wissensdursts stand ein reiches Angebot an Seminaren – dieses Mal über 30 an der Zahl – verschiedenster Art bereit. Auch hier sind Grenzen schwer zu definieren.

Begonnen bei politischen Diskussionsrunden zum Thema „Dagegen! Lohnt sich bürgerliches Engagement?“ über Koch- und Hexenküchenworkshops mit teils kulinarischem, teils kosmetischem Ergebnis bis hin zu musischen Schaffensgruppen unterschiedlichster Art und Workshops mit technischem oder wissenschaftlichem Anspruch trugen zum „Multi-Kulti-Flair“ des Herbstseminars bei. Zeitlich wurde dieses highlightgespickte Programm in insgesamt fünf Zeitblöcken von Freitag bis Sonntag der Öffentlichkeit präsentiert. Räumlich bot die Burg mit ihren zahlreichen Gemächern natürlich einen prachtvollen Rahmen.

Als absoluten Höhepunkt kann man sicherlich den Auftritt der Band „Schäng Blasius Flönz Rakete“ am Samstagabend mit viel Spaß und Tanz bis spät in die Nacht bezeichnen.

Wie schon an den vorangegangenen Abenden beherbergte der kaminbeheizte Gewölbekeller die sangesfreudigen Nachtschwärmer auch noch lange nachdem das letzte Tanzbein zur Ruhe gekommen war. So stellt sich ein Pfadfinder einen gelungenen Abschlussabend vor!

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Nach Abschluss des letzten Programmblocks am Sonntagvormittag sollte also das Herbstseminar langsam ausklingen. Nach gemeinsamem „Putz-und-Pack“, ganz nach Baden-Powells (Gründer der weltweiten Pfadfinderbewegung) Grundsatz „verlasse jeden Ort ein Stückchen besser als du ihn vorgefunden hast“ (sinngemäß) kam, das was kommen musste.

In der gemeinsamen Abschlussrunde bedankten sich letztlich alle beieinander für ein beispielhaft schönes Herbstseminar und versprachen ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Spannend, wohin es dann gehen wird.

Bericht von Manuel Dany (Wooki)