PSD – Osterhaik

Osterfahrt 2014 der Pfadfinderschaft Süddeutschland (PSD)

 Dieblicher Pfadfinder erlebten Abenteuer im Schwarzwald

(17. – 20. April 2014)

Die Natur erwacht, die ersten Blumen blühen, die Temperaturen werden wieder angenehm und fahrtenfreundlich. Natürlich wollten wir das gute Wetter nutzen und bei strahlendem Sonnenschein durch die Wälder und Täler des wunderschönen, sonnendurchfluteten Schwarzwalds wandern.  Zumindest war das unser Plan.

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Treffpunkt war das Pfadfinderheim des Stammes „Greif“ in Bruchsal. Donnerstagabends kamen dort insgesamt 20 „PSD`ler“, davon 15 Treverer aus Dieblich und ein „Pegasus“ an. Zunächst ging`s ans Gruppen einteilen, Essen wurde besorgt und die Zelte gepackt. Danach stiegen wir hinab in den alten Gewölbekeller der Greifen, wo wir uns mit den Teilnehmern des zeitgleich stattfindenden Basislehrgangs und einer Hand voll Rovern zu einer großen Singerunde trafen. Noch war das Wetter gut, der Himmel blau, und alle Osterfahrer guter Dinge.

Das sollte sich am nächsten Tag ändern. Bei bewölktem Himmel und Nieselregen stiegen wir morgens in die Bahn, und bei bewölktem Himmel und Nieselregen kamen wir auch in Forbach an. Da hieß es also erst mal Regenhüllen raus und Ponchos übergeworfen, und nach einem kurzen Blick auf die Karte ging das Abenteuer los. Wir teilten die zum Wandern doch recht große Gruppe, die Sipplinge liefen mit ihren Sippenführern, die Alten blieben unter sich.

Wir (die Rovergruppe) peilten zunächst die Schwarzenbachtalsperre an, die wir gegen Mittag erreichten. Von dort schlugen wir uns dann ganz abenteuermäßig in die Büsche, querfeldein liefen wir in die ungefähre Himmelsrichtung und gelangten auch einige Bäche und umgestürzte Bäume später tatsächlich auf den von uns angepeilten Wanderweg. Das Wetter wurde zunehmend ungemütlich, und als wir gegen vier eine kleine, gemütliche Hütte (mit Tür und Fenstern!) fanden, nutzten wir die Gelegenheit und kochten erst mal Kaffee. Obwohl wir noch nicht allzu weit gelaufen waren und bis Oberkirch noch eine ordentliche Strecke vor uns hatten, entschieden wir uns angesichts der teils doch recht heftigen Hagelschauer, des Regens und des von Zeit zu Zeit zu vernehmenden Donners dazu, unsere Kothe im Rucksack zu lassen und die Nacht in der Holzhütte zu verbringen. Nachdem die Mädels an einem nahen Bach Wasser organisiert hatten, befeuerten wir unsere Fahrtenkocher und kochten uns ein reichhaltiges Mahl aus Nudeln und Tomatensoße. Danach packten wir die Klampfen aus und sangen unserer Abenteuerhütte zu Ehren noch das ein oder andere Liedchen, bevor wir in die Schlafsäcke krochen.

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Unerbittlich weckte uns Vicky bereits am frühen Morgen, und bei den ersten Strahlen der Sonne machten wir uns auf den noch langen und beschwerlichen Marsch nach Oberkirch. Unterwegs erlebten wir noch allerlei Abenteuer, kamen an alten Steinbrüchen vorbei, bestiegen die Höhen und Gipfel des Schwarzwalds und verliefen uns dabei quasi fast überhaupt gar nicht (und wenn, dann war der „Pegasus“ schuld).

Wir liefen trotz schwindender Kräfte tapfer weiter, passierten einen abenteuerlichen Abenteuerspielplatz und machten uns dann an den letzten Aufstieg. Vom Sesselfelsen ging es dann hinab in die Rheinebene. Die Schauenburg ließen wir angesichts der allgemeinen Müdigkeit rechts liegen und nahmen stattdessen eine Abenteuerabkürzung durch die Weinberge direkt nach Oberkirch, wo wir in der Fußgängerzone auf Karo und Wooki trafen, die nach dem Ende des Basislehrgangs per Daumen nachgereist waren. Da im Pfadfinderheim des dortigen Stammes Jörg von Schauenburg eine voll ausgestatte Küche zu Verfügung stand, ließen wir unsere Fahrtenkocher im Rucksack und nutzten stattdessen den Elektroherd, um uns ein reichhaltiges Mahl aus Reis und Pilzen zuzubereiten.

Ein kurzes Telefonat mit der jüngeren Gruppe ergab, dass diese weniger Glück gehabt hatte als wir. Die Hütte, in der sie übernachtet hatten, war bei weitem nicht so komfortabel wie die unsrige gewesen, und die letzten beiden Stunden hatten sie damit verbracht, in die falsche Richtung zu laufen. Wir stockten also unser Notfallteam etwas auf (noch mal ein großes Dankeschön an die beiden Fahrer) und sammelten die Sipplinge und ihre Führer nicht weit von Oberkirch entfernt ein, um den Abend gemeinsam mit ihnen und einigen noch zu uns gestoßenen Rovern und Wandervögeln bei einer Singerunde ausklingen zu lassen.

Nach dem wir das Heim der Oberkircher am nächsten Morgen wieder in seinen ordnungsgemäßen Zustand gebracht hatten, rückten wir zum Bahnhof vor und traten von dort die Heimreise nach Bruchsal bzw. Dieblich an.

Für diejenigen, die das bisschen Nieselregen nicht abgeschreckt hat: die nächste Sippenfahrt geht wahrscheinlich von Dieblich nach Ahrweiler, und wird noch toller und natürlich abenteuerlicher als die letzte. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Bericht von Oliver Heinz